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Mittwoch, 6. Oktober 2021

Impressionen aus Mittelfranken (Forts.)

Denkmal für den ersten Motorflieger der Welt: Gustav Albin Weißkopf aus dem fränkischen Leutershausen

Es gibt ja immer noch welche, die denken, es seien Amerikaner gewesen, die als erste motorisiert geflogen seien.

Nein, es waren nicht die Gebrüder Wright, die als erste ein motorgetriebenes Flugzeug in die Luft brachten!

Es war Gustav Albin Weißkopf aus Leutershausen (Mittelfranken, Bayern, Deutschland, Altmühltal).

Weißkopf (1874 - 1927) wanderte nach Amerika aus und wurde dort zu Gustave Whitehead. Am 14. August 1901 hat er bei Fairchield, Connecticut, mit einer von ihm selbst gebauten Maschine einen erfolgreichen Motorflug durchgeführt. Eine halbe Meile weit ist er geflogen.

Das war zwei Jahre vor den Brüdern Wright, die in aller Welt als die ersten erfolgreichen Motorflieger gelten. Weil Weißkopf sich nie als Amerikaner einbürgern ließ, wurde ihm von diesen die Ehre verweigert. Aber seine Heimatstadt hat dem Flieger nicht nur ein Denkmal errichtet, das seine Flugmaschine darstellt, sondern auch ein Museum gewidmet.

Spalter Hopfenland und Fränkisches Seenland (und mehr aus Mittelfranken) sowie der Landkreis Roth als Triathlon-Hochburg


Zu Hopfen- und Seenland siehe auch diesen Artikel.

Wir sehen im Video u.a. Abenberg: Abenberg ist eine Stadt im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Die Stadt liegt 10 Kilometer rund 25 Kilometer südwestlich von Nürnberg und westlich der Kreisstadt Roth, am Nordrand des Fränkischen Seenlands, großräumig gesehen zwischen der Frankenhöhe im Nordwesten, Nürnberg im Norden und der Fränkischen Alb im Süden und Osten.

Die Stadt Abenberg wird 1071 erstmals urkundlich genannt als "Abinberch". Unter Kaiser Heinrich II. (1002 bis 1024) bildet sich hier am Kreuzungspunkt alter Handelsstraßen eine Grafschaft unter den Hohenstaufern. Die Grafen von Abenberg (bereits 1045 wird ein Graf Wolfram genannt) erbauten die Burg. Von 1072 bis 1200 waren die Abenberger die Schirm- und Schutzvögte von Bamberg sowie der Klöster Banz und Theres. 1132 haben sie die Voraussetzung geschaffen für die Stiftung des Klosters Heilsbronn.


Münster Heilsbronn, die Grablege der fränkischen Hohenzollern (Landkreis Ansbach, Mittelfranken) und Rückfahrt nach Nürnberg (Peugeot 207 CC Cabrio)

Ihr Einflussbereich ging weit über den Radenz- und Rangau hinaus. Es war die ritterliche Zeit des hohen Mittelalters, die Zeit der Minnesänger. Es war auch die Zeit der seligen Stilla, die dem höchsten Leben entsagte und ihr Leben den Armen und Kranken widmete. 1189 bis 1190 nimmt Graf Friedrich II. am dritten Kreuzzug unter Kaiser Barbarossa teil und stirbt um 1200. Mit ihm erlischt das Abenberger Geschlecht im Mannesstamm.

Die Grafschaft Abenberg entstand unter den Ottonen zwischen 1002 und 1024. Der Ort wurde um 1040 von Wolfram von Abenberg gegründet. Innerhalb der nächsten 150 Jahre kamen aus dem Geschlecht der Abenberger Hochstiftsvögte von Bamberg, der Würzburger Bischof Reginhard, eine Äbtissin zu Kitzingen und andere hohe Würdenträger. Stilla von Abenberg († um 1140) wurde 1927 seliggesprochen. An der Wende zum 13. Jahrhundert erlosch die männliche Linie der Abenberger. Durch Heirat kam Abenberg um 1236 an die Burggrafen von Nürnberg und damit an die Hohenzollern. Anfang 1200 existierte relativ kurz das Kloster Abenberg. Um 1260 wurde das oppidum Abenberg angelegt. Der Eichstätter Bischof Reinboto erwarb 1296 die Burg und den Ort und baute Abenberg weiter aus. 1299 erhielt Abenberg das Stadtrecht, 1356 wurde es eichstättisches Pflegamt. Die Stadt war Amtssitz des Hochstiftes Eichstätt und zählte ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis.

Während der Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt wurden mindestens elf Frauen aus Abenberg als vermeintliche Hexen hingerichtet.

Hilpoltstein ist eine Stadt im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern) und liegt etwa 30 Kilometer südlich von Nürnberg. Als eigentliche Begründer des „oppidum in Lapide“ um 1280 gelten Heinrich von Stein und sein Sohn Hilpolt I. aus dem Geschlecht der Herren von Stein.
Das Schloß Ratibor ist ein Jagdschloß in Roth in Mittelfranken. Es befindet sich am südlichen Ende der Rother Hauptstraße und besitzt einen Innenhof sowie einen kleinen Park. Georg der Fromme, Markgraf von Brandenburg-Ansbach, ließ es 1535–1537 errichten.

Das Schloß wurde im Stil der deutschen Frührenaissance erbaut, weist aber auch einige spätgotische Stilelemente auf. Der Bau wurde hauptsächlich durch Einnahmen aus dem oberschlesischen Doppelfürstentum Oppeln-Ratibor finanziert, das 1532–1551 an die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach verpfändet war. Die Benennung Schloss Ratibor an der Retzet (Rednitz) leitet sich deshalb von der Residenzstadt Ratibor ab.

Das Herzogtum Ratibor (lat.: Ducatus Ratiboria, cs.: Ratibořské knížectví, poln.: Księstwo Raciborskie) entstand 1173 durch Teilung des Herzogtums Schlesien. Es ist nach der gleichnamigen Wallburg benannt, die im Jahre 1108 erstmals erwähnt wurde und die 1155 Mittelpunkt einer Kastellanei war. Sie wurde auch namensgebend für die spätere Stadt Ratibor.

Die mittelfränkische Triathlon-Hochburg Roth bei Nürnberg - Challenge Roth bzw. „DATEV Challenge Roth“ (bis 2009 „Quelle Challenge Roth“) ist seit 2002 der Name des weltweit größten Wettkampfs auf der Triathlon-Langdistanz im mittelfränkischen Roth. Der Triathlon über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und einem Marathonlauf über 42,2 km zählt zu den traditionsreichsten und bestbesetzten europäischen Veranstaltungen über diese Distanz und gehörte als erster Wettkampf zur Challenge Family Weltserie.
Die Geschichte des Challenge Roth reicht zurück bis ins Jahr 1984, als Detlef Kühnel, 1982 und 1983 einer der ersten europäischen Teilnehmer des Ironman Hawaii, am 22. September 1984 mit der von ihm gegründeten Triathlonabteilung des TSV Roth den Franken-Triathlon mit 83 Teilnehmern organisierte.

Aus dem Franken-Triathlon wurden 1985 die erste Bayerische Meisterschaft, 1986 Deutsche Meisterschaften mit Scott Tinley und Dirk Aschmoneit an der Spitze und 1987 Europameisterschaften. Kühnel schloss einen Vertrag mit Valerie Silk, der ihm ermöglichte, ihr Markenzeichen „Ironman“ exklusiv in Europa zu nutzen. Der Ironman Europe entwickelte sich zur mit Abstand größten europäischen Triathlonveranstaltung, die zeitweise fast zehn Stunden live im Fernsehen gezeigt wurde. 4000 Anmeldungen für 2700 Startplätze gingen 1998, als Meldeformulare noch per Post versandt wurden, bei Kühnel ein.

Eine Reduzierung des Teilnehmerfeldes, einen Massenstart statt der traditionellen Startgruppen sowie höhere Gebühren für die – längst nicht mehr europaweit exklusive – Nutzung seines Markenzeichens Ironman im Veranstaltungsnamen forderte dessen Rechteinhaber 2001. Kühnel und Walchshöfer benannten daraufhin die Veranstaltung 2002 in Challenge Roth um, wobei z. B. Streckenführung und Hauptsponsoren Quelle und Post AG, insbesondere aber die mehreren tausend freiwilligen Helfer und das Zuschaueraufkommen an der Strecke unverändert blieben.

Greding im Landkreis Roth in Mittelfranken


Von Kinding nach Greding - durchs Tal der Schwarzach

Greding hat zwei Veranstaltungs- Highlights: Den Trachtenmarkt und die Triathlon-Challenge Roth.

Auf dem Trachtenmarkt in Greding dreht sich alles rund um die Tracht. An mehr als 90 Ständen werden sowohl fertig geschneiderte Trachten als auch Stoffe, Kurzwaren, Accessories, Schnittmuster und Bücher zum Kauf angeboten. Neben fachkundiger Beratung gibt es an einigen Ständen auch Vorführungen. Ein musikalisches Rahmenprogramm gehört ebenso zum Gredinger Trachtenmarkt wie kulinarische Angebote für die Besucher. Höhepunkt dieses besonderen Trachtenfestes ist das "Rumlumpen" am Samstagabend, an dem Musikanten in Trachten durch die Wirtshäuser am Marktplatz ziehen. Der Trachtenmarkt in Greding findet immer am ersten Wochenende im September statt.

Der Gredinger Kalvarienberg ist für die Triathleten immer eine besondere Herausforderung.
Der Name Kalvarienberg steht in der christlichen Welt für den Leidensweg des Gottessohnes Jesus. In der Bibelgeschichte trug der gegeiselte Jesus das Kreuz auf die Golgota Anhöhe bei Jerusalem, wo er anschließend gekreuzigt wurde. Das Christentum hat im Gedenken daran an vielen Orten entsprechende Andachtsstätten geschaffen. Auch heute noch kommt deshalb in unserem Kulturkreis die Bezeichnung Kalvarienberg an sehr vielen Orten vor. Allen gemein ist, es geht wie für einen Berg üblich, bergauf. So hat es der Kalvarienberg auch in zwei weltbekannte Triathlon-Strecken geschafft. Bei der Challenge Roth müssen die Teilnehmer in Greding, am südlichsten Punkt der Radstrecke, über den Kalvarienberg klettern. Seit 1994, als die Rother Radstrecke von drei 60 Kilometer langen Runden auf zwei große 86 Kilometer lange Runden verändert wurde, geht es über den Gredinger Kalvarienberg. Die Leiden in Greding halten sich aber in Grenzen, da der Anstieg nur auf den ersten 300 Metern kurz auf knapp über 10 Prozent Steigung ansteigt. Allerdings zieht sich der Anstieg in die Länge. Über 6,7 Kilometer geht es nahezu durchgehend bergauf. Die 158 Höhenmeter sorgen deshalb vor allem in der zweiten Radrunde des Rother Triathlons, mit bereits gut 120 Kilometern in den Beinen, für erhöhe Lakatwerte in den Oberschenkeln.

Freitag, 20. August 2021

Unterwegs in Mittelfranken

Mittelfranken (Abkürzung Mfr) liegt im fränkischen Teil von Bayern und ist sowohl ein Bezirk als auch ein Regierungsbezirk. Es liegt im Nordwesten Bayerns und grenzt im Westen an Baden-Württemberg, im Süden und Südosten an die bayerischen Regierungsbezirke Schwaben und Oberbayern, im Osten an die Oberpfalz sowie im Nordosten bzw. Norden an Oberfranken und Unterfranken. Verwaltungssitz des Bezirks und gleichzeitig Sitz der Bezirksregierung ist Ansbach. Die größte Stadt ist Nürnberg. Der Name Mittelfranken bezieht sich wie bei Ober- und Unterfranken auf die Lage zum Main. Oberfranken liegt an dessen Oberlauf, Unterfranken am Unterlauf und Mittelfranken dazwischen. Diese Benennung geht zurück auf die Gründung des Mainkreises im Zuge der von Graf Montgelas 1808 verfassten Konstitution des Königreichs Bayern. Die Einteilung der Territorien wurde dem französischen Vorbild angeglichen und orientierte sich primär an Flussnamen.

Am Altmühlsee im Fränkischen Seenland


Der Altmühlsee ist ein Stausee rund 44 km (Luftlinie) südwestlich von Nürnberg im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen im bayerischen Mittelfranken. Er gehört mit mehreren großen Seen in der Umgebung zum Fränkischen Seenland.

Der Altmühlzuleiter ist ein etwa 4,7 Kilometer langer, in den 1970er Jahren entstandener, künstlicher Wasserlauf, mit dem bei Hochwasser in der Nähe der Ortschaft Gern bei Ornbau im Landkreis Ansbach der Altmühl Wasser entnommen und dem Altmühlsee nahe Streudorf bei Gunzenhausen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zugeführt wird. Der Zuleiter ist in der Regel gut 50 Meter breit und etwa zwei Meter tief. Altmühlzuleiter, Altmühlsee und Altmühlüberleiter dienen der Donau-Main-Überleitung. Bei normalem Wasserstand fließt das Wasser der Altmühl nicht durch den Altmühlsee, sondern wird in einem beim Bau des Sees neu angelegten Flussbett an diesem nördlich und östlich vorbeigeleitet. Der Altmühlzuleiter bildet die südliche Begrenzung der Wiesmet.

Unterwegs in Mittelfranken - In den Landkreisen Ansbach, Roth und Weißenburg-Gunzenhausen


Münster Heilsbronn (Mittelfranken, Landkreis Ansbach), Grablege der fränkischen Hohenzollern


Das Zisterzienserkloster Heilsbronn war einst ein bedeutendes geistliches und wirtschaftliches Zentrum in Franken. Mit der Weihe des Klosters im Jahre 1136 wurde es den Zisterziensern übergeben. Dieser Orden war nach dem Ursprungskloster Citeaux im Burgund benannt worden und wuchs vor allem dank der Persönlichkeit des Abtes Bernhard von Clairveaux im 12. und 13. Jahrhundert zum bedeutendsten Mönchsorden. 1132 bis 1139 wurde die Klosterkirche als romanische Basilika errichtet, danach jedoch bald gotisch umgestaltet und erweitert. Das Mittelschiff, das nördliche Seitenschiff, Teile des Querschiffs und der Choranlage sind vom romanischen Bau noch erhalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Veränderungen, welche vor allem in der Barockzeit stattfanden, rückgängig gemacht. Der ursprüngliche Zustand wurde größtenteils wiederhergestellt. Die Grablegen mehrerer Kurfürsten von Brandenburg sowie Markgrafen von Ansbach befinden sich im Mittelschiff, welches noch Formen der Romantik zeigt.

Die Steinerne Rinne bei Rohrbach im Naturpark Altmühltal


Bei Rohrbach wuchs das Bachbett über seine Umgebung hinaus und es entstand ein eigentümlicher Kalktuffdamm, eine "Steinerne Rinne" von etwa 60 Metern Länge und bis zu 1,5 Metern Breite.

Die "Steinernen Rinnen" stellen eine geologische Besonderheit dar. Im Normalfall wird durch das fließende Wasser in der Regel Erdreich abgetragen. Bei der "Steinernen Rinne" geschieht jedoch genau das Gegenteil. Überwiegend an Waldhängen sammelt sich in unterirdischen Becken kalkreiches Wasser.

Eine Tonschicht verhindert das weitere Versickern. Sobald nun das Wasser an die Oberfläche tritt, bildet sich aus dem Sauerstoff der Luft und dem kohlensauren Kalk des Wassers der so genannte Kalktuff. Dieser überzieht dann Moose, Blätter und kleine Äste, wodurch im Laufe von vielen Jahren ein Damm gebildet wird. Auf diesem läuft in einer Rinne das kalkreiche Wasser des Bächleins dahin.

Steinerne Rinnen, auch wachsende Steine genannt, entstehen durch Kalkabscheidungen aus fließendem Wasser. Während sonst Kalktuffe meist flächig oder in breiten Wölbungen vorkommen, hat man es hier mit einer linearen, in Richtung des fließenden Wassers ziehenden Erhöhung zu tun. Gewöhnlich gräbt sich ein Bach durch die erosive Kraft des fließenden Wassers in sein Bett. Bei Steinernen Rinnen dagegen wird durch Kalkabscheidung das Bachbett erhöht.

Die Rinne befindet sich in einem Laubwald, der eine üppige Bodenflora aufweist wie Moose, Farne und zahlreiche Blütenpflanzen. Der Wasserlauf wird durch kleine Wasserfälle und Seen im Kleinformat unterbrochen. Am Rand der Rinne findet man Gräser und Feuchtigkeit liebende Blumen (z. B. Sumpfdotterblume). Die Rohrbacher Rinne entspringt über dem Ornatenton in einer Quellnische des unteren Weißjura. Das Bächlein verlässt nach ca. 20 m Lauf die Nische und fließt dann ca. 100 m auf einem Tuffdamm den Hang abwärts. Bei der Quelle handelt es sich um eine Überlaufquelle.

Die Steinerne Rinne ist als Naturdenkmal und vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop 577R004 ausgewiesen. Das Gelände ist durch einen Holzsteg gut erschlossen. Bei der Steinernen Rinne überwindet der Limeswanderweg, ein Teilabschnitt des Deutschen Limes-Wanderwegs, den Trauf der Fränkischen Alb.

Solnhofen im Altmühltal


Sola-Basilika, Zwölf Apostel und Steinbrüche

Steine aus dem Altmühltal

Steine aus dem Altmühltal als Deko für den ländlichen Garten (Steine aus dem Altmühltal in unserem Pfälzer Garten - wir sammeln im Abraum der Steinbrüche).


Achtung, wichtiger Hinweis für alle "Stein-Fans":

Steine sammeln ist - außer im Fossilien-Steinbruch des Landkreises Eichstätt - nur und lediglich im Abraum und Abfall (außerhalb des Bruchs) aktiver und in Betrieb befindlicher Steinbrüche möglich. Das Betreten der Steinbrüche und die Mitnahme von Steinen aus dem Bruch selbst ist nicht gestattet. Hinweisschilder machen darauf aufmerksam. Und aus diesem Grund sind für die Sammler außerhalb diese "Schuttberge" mit Abfallsteinen quasi zum Bedienen "ausgelegt".

Der Karlsgraben bei Treuchtlingen - Die Fossa Carolina


Der Karlsgraben bei Treuchtlingen - Der erste Vorläufer des Main-Donau-Kanals - Die Fossa Carolina (auch der Karlsgraben genannt) war eine Verbindung zwischen Schwäbischer Rezat und Altmühl in Bayern.

Zwischen Altmühl und Rezat liegt beim Dorf Graben (Ortsteil von Treuchtlingen) eines der größten technischen Kulturdenkmäler des frühen Mittelalters: die FOSSA CAROLINA (Karlsgraben). Eine heute noch 500 Meter lange Wasserfläche und daran anschließende Erdwälle zeugen von dem ersten Versuch, die Flusssysteme von Rhein und Donau durch eine Wasserstraße zu verbinden.

Karl der Große ließ hier im Jahre 793 einen rund 3000 Meter langen Kanal ausheben, um bequem mit Schiffen in den Südosten seines Reiches fahren zu können und den Nachschub für das fränkische Heer zu sichern.

Der Karlsgraben wurde vom Bayerischen Umweltministerium als eines der 100 schönsten Geotope Bayerns ausgezeichnet.

Samstag, 3. August 2019

Unterwegs im Landkreis Ansbach (Teil 1)


Der Landkreis Ansbach im Regierungsbezirk Mittelfranken ist flächenmäßig der größte Landkreis Bayerns. Die kreisfreie Stadt Ansbach ist ganz vom Landkreis Ansbach umgeben. Der Landkreis ist Mitglied der Metropolregion Nürnberg.


Die Europäische Wasserscheide trennt von Nordwesten bis Südosten des Landkreises die Wasserläufe zu den großen Flüssen Rhein und Donau. Der tiefste Punkt im Landkreis liegt bei Tauberzell (298 m ü. NN), der höchste Punkt ist der Hesselberg mit 689,4 m ü. NN.


Der Hesselberg ist mit 689,4 Metern die höchste Erhebung Mittelfrankens. Er liegt 4 km nordwestlich von Wassertrüdingen und 60 km südwestlich von Nürnberg.


Das Gebiet des heutigen Landkreises Ansbach gehörte vor 1800 überwiegend zum Fürstentum Ansbach bzw. Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach, das von Nebenlinien des Hauses Hohenzollern regiert wurde.

Das Münster in Heilsbronn war vom 13. bis ins 17. Jahrhundert Grablege der Hohenzollern.


Eine weitere Fürstengruft der Hohenzollern befindet sich in Sankt Gumbertus in Ansbach.


Zunächst waren bis 1631 noch alle Ansbacher Markgrafen im Heilbronner Münster beigesetzt worden. Doch dann drangen Soldaten der kaiserlichen Truppen während des 30-jährigen Krieges in die Kirche ein, öffneten auf der Suche nach wertvollen Grabbeigaben die Särge und verstreuten für sie Wertloses in der Kirche. Als der tiefreligiöse Prinz Albrecht 19-jährig die Regentschaft übernahm, beauftragte er den Bau einer Grablege in den Mauern der Stadt.

Dienstag, 8. Mai 2018

Preußen in Bayern


Preußisches Hoheitsgebiet in Bayern? Ja, in Dinkelsbühl! Dieses alte Grenzschild im Heimatmuseum der Stadt Dinkelsbühl an der Romantischen Straße in Mittelfranken beweist es: Dinkelsbühl war mal preußisch. Und zwar von 1804 bis 1806. 1802 war der Status Freie Reichsstadt verloren gegangen und die Stadt zunächst dem Kurfürstentum Bayern zugeschlagen worden und dann per Gebietstausch in das preußische Verwaltungsgebiet Ansbach-Bayreuth eingegliedert. Nach diesem zweijährigen Intermezzo gelangte die Stadt dann wieder an das gerade neu gegründete Königreich Bayern.

Aber es gibt noch mehr Spuren. Denn die Hohenzollern, die man primär mit den deutschen Kaisern Wilhelm I. und Wilhelm II. oder dem "Alten Fritz" in Verbindung bringt, hatten ihre ersten Ämter als Burggrafen von Nürnberg.

Und später gab es dann die Markgrafschaften Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth.

Und deswegen finden wir eine der größten Grablegen der Hohenzollern auch in Mittelfranken. Im Münster von Heilsbronn, zwischen Nürnberg und Ansbach.



Deutschordensschloss, Ellingen, Mittelfranken, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Bayern / Neu erbaut ab 1711. Der Ostflügel entstand unter dem Landkomtur der Balley Franken des Deutschen Ordens von Gelnhausen . Der übrige Hauptbau unter Carl-Heinrich, Freiherr von Hornstein, seinem Nachfolger von 1718 bis 1721. Die Anlage erweist sich mit ihren raffinierten Raumschöpfungen von Vestibül, Treppenhaus und Festsaal sowie mit der geschickten Verdichtung des französischen Pavillonsystems durchaus auf der Höhe der Schlossbaukunst des Hochbarocks. (Zitat nach: ELLINGEN IN BILDERN - Ein Rundgang durch die barocke Residenz des Deutschen Ordens von Harald Bodenschatz und Johannes Geisenhof) / Im Jahre 1815 wurde das Schloss Ellingen Residenz des Feldmarschalles Fürst von Wrede, um 1939 wurde es an den bayerischen Staat verkauft. Das Schloß ist ganzjährig zu besichtigen. Das Schloßbräustüberl gegenüber lädt zum Verweilen ein. Die Brauerei dort besteht seit 1690. Im Schloß, das heute der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen untersteht, befindet sich neben den Ausstellungen zum Deutschen Orden und den Einrichtungen aus der Zeit der fürstlichen Familie heute auch das Kulturzentrum Ostpreußen.

Auch im Schloß Schleißheim (im Alten Schloß) bei München findet sich eine Austellung der Ost- und Westpreußenstiftung Bayern.






Die Hohenzollern in Franken


Die Orangerie, ein barockes Orangeriegebäude im markgräflichen Hofgarten der mittelfränkischen Stadt Ansbach. Ab 1723 ließ Markgräfin Christiane Charlotte den Hofgarten nach französischem Gartenideal grundlegend umgestalten und eine Orangerie in Form eines Pomeranzenhauses als architektonisches Zentrum des barocken Gartens errichten. Hier sollten im Winter die frostempfindlichen Zierpflanzen des Hofgartens aufbewahrt werden und im Sommer in den Sälen große Sommerfeste stattfinden.

Die Hohenzollern in Franken - Begegnungen mit einer deutschen Dynastie

Fast 1.000 Jahre lang spielt die Dynastie der Hohenzollern in der deutschen Geschichte ganz vorne mit. Kurfürsten, Preußenkönige, deutsche Kaiser – sie alle stammen aus dem Haus Hohenzollern. Mit Franken haben die Hohenzollern eine besondere Verbindung: Hier liegen die Wurzeln ihrer Macht, hier regierten sie über Jahrhunderte hinweg als Markgrafen von Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth.

Die Gumbertuskirche in Ansbach
Eine der Grablegen der Hohenzollern

Münster Heilsbronn - Grablege der Hohenzollern




Erlangen

Für französische Hugenotten ließ Markgraf Christian Ernst neben dem mittelalterlichen Städtchen Alt-Erlang im 17. Jahrhundert die Neustadt "Christian Erlang" errichten – heute eine der besterhaltenen barocken Planstädte Deutschlands, Denkmal von europäischem Rang und lebendige Innenstadt. Das besondere Flair, das damals Einzug in Erlangen hielt, prägt die Stadt bis heute.


Bayreuth


Im 18. Jahrhundert regierte in Bayreuth Markgräfin Wilhelmine, die Lieblingsschwester Friedrich des Großen. Ihr verdankt Bayreuth zahlreiche Schätze aus der Zeit des Barock: die historische Parkanlage Eremitage mit Altem Schloss, Orangerie und Wasserspielen, das Neue Schloss mit Hofgarten, Schloss und Park Fantaisie sowie das Markgräfliche Opernhaus, das im Jahr 2012 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden ist.

Sanspareil, der Landschaftsgarten der Bayreuther Markgräfin - Anlegen ließ diesen Garten Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, die Schwester Friedrichs des Großen, im Jahre 1744. Als Architekten des Felsengartens werden Joseph Saint-Pierre und Giovanni Battista Pedrozzi genannt. Der Name des Parks geht auf den Ausruf einer Hofdame des Bayreuther Markgrafen zurück: „C’est sans pareil!“ (Dies ist ohnegleichen!).


Die Festung Wülzburg bei Weißenburg in Bayern (Mittelfranken) - Oberhalb von Weißenburg, auf der mit 630 Metern höchsten Bergkuppe der südlichen Frankenalb, liegt die alte ansbachische Hohenzollernfestung Wülzburg. Ein eindrucksvolles und einzigartiges Denkmal des Renaissancefestungsbaus in Deutschland! Seit dem 11. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle ein Benediktinerkloster, das im Zuge der Reformation zuerst in eine Probstei und 1537 in ein weltliches Verwalteramt umgewandelt wurde. Im Jahre 1588 ließ Markgraf Georg Friedrich d.Ä. von Brandenburg-Ansbach hier an der südlichen Grenze seines Territoriums in direkter Nachbarschaft der Reichsstadt Weißenburg, des Deutschen Ordens in Ellingen, der Grafschaft Pappenheim und des Fürstbistums Eichstätt eine pentagonale Festungsanlage mit den Bastionen Jungfrau, Krebs, Rossmühle, Kaltes Eck und Hauptwache im neuitalienischen Bastionärssystem errichten. Die Bastionen Jungfrau und Krebs erhielten ihre Namen durch gleichnamige Kanonen. Den Grundriss der Wülzburg bildet ein fast regelmäßiges Fünfeck, ein Pentagon. Dieses hatte gegenüber den älteren quadratischen oder rechteckigen Anlagen ballistische und konstruktive Vorteile, weshalb man sich im ausgehenden 16. Jahrhundert für dieses Planschema entschied. Der Außenrundgang und der Innenhof der Festung sind jederzeit zugänglich.



Sonntag, 16. Juli 2017

Von Bad Wimpfen nach Nürnberg


Im Tal der Jagst


Reisen statt rasen: Abseits der Autobahn fahren wir von Bad Wimpfen nach Nürnberg und präsentieren Sehenswertes und Streetviews von der Strecke durch das Tal der Jagst. So u.a. auch das Automuseum im hohenlohischen Langenburg.


Besonders sehenswert ist Kloster Schöntal. Hier ist Götz von Berlichingen beigesetzt, der Ritter mit der "Eisernen Hand".


Unser Startpunkt, Bad Wimpfen, ein Bummel durch die Stadt.


Wenn man die Grenze des Freistaates passiert hat, dann lohnt sich ein Stopp in Feuchtwangen.


Ansbach ist die nächste Stadt. Die Gumbertuskirche und die Orangerie lohnen eine Visite.


Und zwischen Rothenburg und Ansbach könnte man noch einen kleinen Abstecher nach Schillingsfürst machn und sich im Schloß die Greifvogelvorführungen anschauen.

      

Hinter Ansbach kommt dann noch Heilsbronn, dessen Münster eine bedeutende Grablege der Hohenzollern ist.


Man kann sie sich nämlich gut ersparen, die A6, die Autobahn mit dem höchsten LKW-Aufkommen in ganz Deutschland. Eine Autobahn, die gefährlich ist.


Donnerstag, 15. Oktober 2015

Preußen in Bayern - eine Spurensuche

Preußisches Hoheitsgebiet in Bayern? Ja, in Dinkelsbühl! Dieses alte Grenzschild im Heimatmuseum der Stadt Dinkelsbühl an der Romantischen Straße in Mittelfranken beweist es: Dinkelsbühl war mal preußisch. Und zwar von 1804 bis 1806. 1802 war der Status Freie Reichsstadt verloren gegangen und die Stadt zunächst dem Kurfürstentum Bayern zugeschlagen worden und dann per Gebietstausch in das preußische Verwaltungsgebiet Ansbach-Bayreuth eingegliedert. Nach diesem zweijährigen Intermezzo gelangte die Stadt dann wieder an das gerade neu gegründete Königreich Bayern.

Aber es gibt noch mehr Spuren. Denn die Hohenzollern, die man primär mit den deutschen Kaisern Wilhelm I. und Wilhelm II. oder dem "Alten Fritz" in Verbindung bringt, hatten ihre ersten Ämter als Burggrafen von Nürnberg.

Und später gab es dann die Markgrafschaften Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth.

Und deswegen finden wir eine der größten Grablegen der Hohenzollern auch in Mittelfranken. Im Münster von Heilsbronn, zwischen Nürnberg und Ansbach.


Und die Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth trat mit ihrem romantischen Landschaftsgarten Sanspareil in Wonnsees in Oberfranken in Konkurrenz zum Sanssouci ihres Bruders Friedrich (der Große) in Potsdam.