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Mittwoch, 7. Februar 2024

Vom harten Leben der Frauen an den Küsten und von den Opfern des Meers - in der Bretagne, der Normandie und in Ostfriesland



Die Frauen von Cancale in der Bretagne waren schon immer das starke Geschlecht

Denkmal für die Austernwäscherinnen von Cancale. Die Cancalaises waren schon immer das, was man heute emanzipiert nennt, hatten sie doch während des Jahres, derweil die Männer auf See waren, um Kabeljau vor Neufundland zu fangen, Haus und Hof zu versorgen. Fontaine "Les laveuses d'huîtres" ("Oyster washers") - Place de la République, 35260 Cancale, Frankreich -

Die Pfarrkirche Saint-Méen, vor der das Denkmal steht, wurde von Alfred-Louis Frangeul zwischen 1876 und 1886 in einem Teil des Parks des alten Herrenhauses Bellevue erbaut. Am 2. September 1906 abgebrannt, wird sie im darauffolgenden Jahr von Arthur Regnault restauriert. Der Turm wurde zwischen 1931 und 1932 erbaut. Der neugotische Stil des 13. Jahrhunderts ist ziemlich repräsentativ für das Werk von Alfred-Louis Frangeul.

Den Frauen zur Ehre: Die Törfwieven von Weener und Tant' Dientje am Ditzumer Hafen

Die Törfwieven von Weener

Seit 1853 gab es für das Ausladen und den Verkauf des Torfes ein vom Gemeindeausschuss beschlossenes "Torfreglement".

Etwa 800 größere und kleinere Torfschiffe (Muttjes) unter Segel landetet jährlich hier im Hafen von Weener über 6000 Fuder Torf an (1 Fuder (Pferdefuhrwerk) enthielt 45 prall gefüllte Körbe Brenntorf).

Nun begann die Arbeit der "Törfwieven". Es waren handfeste Frauen, die den Torf in Körbe füllten und dann auf die Pferdefuhrwerke verluden. Die 100 Liter Körbe wurden zunächst halb gefüllt, kräftig geschüttelt und anschließend bis zum Rand aufgefüllt. Sie wurden durch den Torfaufseher per Handschlag auf korrektes Füllen der Körbe verpflichtet.

Für den schweren Arbeitsvorgang arbeiteten die "Törfwieven" im Team. Meist füllten zwei Frauen den Torfkorb. Das Hintragen und Absetzen des gefüllten Torfkorbes auf die Hafenkaje übernahm eine dritte Frau. Eine vierte packte den Korb auf das bereitstehende Pferderfuhrwerk.

Zur Würdigung der schweren Arbeit dieser Frauen und um die Erinnerung an den lebhaften Hafenbetrieb in vergangenen Zeiten wach zu halten, wurde den "Törfwieven" ein Denkmal gewidmet.

Der Leeraner Bildhauer Karl-Ludwig (KaLu) Böke schuf die Figurengruppe nach Gesprächen mit einer Frau, die als Achtzehnjährige mit ihrer Mutter und Großmutter Anfang der fünfziger Jahre als "Törfwiev" tätig war.

Da also auch junge Mädchen diese Arbeit verrichteten, hat Böke zwei Frauen unterschiedlichen Alters dargestellt.


Erinnerung an den Alltag der Fischerfrauen:
Das Denkmal für Tant' Dientje am Ditzumer Hafen

Schwere Sturmfluten des Mittelalters führten zu einer etwa 90 Quadratkilometern großen Auswaschung des Moorbodens südwestlich von Emden und den Höhepunkt bildete die Antoniflut 1511, bei der ganze Dörfer, Klöster und Kirchspiele aufgegeben werden mussten – es war die Geburtsstunde des heutigen Dollarts, den sich die Niederlande und Deutschland teilen.

Die Bauern, die bislang in der eher kargen Moorlandschaft lebten, verlagerten ihre Tätigkeit von der Landwirtschaft zur Fischerei und hatten am Dollart als Wattfischer ein wesentlich besseres Auskommen.

Noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts trugen die Frauen der Fischer den Fang mit einem Tragejoch zu den Märkten und an diese Zeit erinnert die Bronzeskulptur „Tant´ Dientje“ des Künstlers Uwe Hantke: Die resolute Dame in bäuerlicher Tracht hat ihr Tragejoch auf den Rücken geschnallt, die beiden Körbe abgestellt und präsentiert ihre Schollen auf einem Tablett.

Das Denkmal befindet sich seit dem Jahr 2000 direkt am Sielbauwerk des Ditzumer Hafens und erinnert sehr berührend an den schweren Alltag der Frauen am Dollart.

In Dornumersiel in Ostfriesland zeigt die Figurengruppe „He is buten bleven“ (er ist draußen geblieben) die Lebenswirklichkeit der Menschen an der Nordsee. Die traurig melancholische Skulptur zeigt eine Seemannsfrau mit ihrem Kind, deren Mann „auf See geblieben“ ist. Christian Eisbein (* 5. Juli 1917 in Halle (Saale); † 1. Juli 2009 in Westerholt, Ostfriesland) schuf die Skulptur.


Diese Mahnmale findet man vielfach an den Küsten: Normandie, Port-en-Bessin, Denkmal für die Opfer des Meeres
Bretagne - Quiberon - Côte Sauvage - An der gefährlichen "Wilden Küste" kommen bei Rettungsaktionen auch immer wieder Retter ums Leben Das "Mémorial aux secouristes péris en mer" setzt ihnen ein Denkmal.

Dienstag, 1. Februar 2022

Sommerurlaub auf Quiberon

Plage de Kerbourgnec in Saint-Pierre-Quiberon

Hotel Saint-Pierre in Saint-Pierre-Quiberon, 3 Jahre unser Quartier. Sehr familiär. Und bestes Essen. Besonders die Meeresfrüchteplatten. Einmalig. Und 5 Minuten zu Fuß zum Strand von Kerbourgnec. War jeden Abend unser "Verdauungsspaziergang".


Ein Ausflug von Quiberon - Ein Tagesausflug von Saint-Pierre-Quiberon: Von der Plage de Kerbourgnec nach Port Haliguen und Port Maria auf Quiberon entlang der Côte Sauvage nach Portivy und Plouharnel und weiter nach Erdeven und an die Barre d'Étel. Wir besuchen den Schiffsfriedhof und den Ria d'Étel. Dort besonders interessant Saint-Cado.


Sehenswert in Port Haliguen: Der deutsche Künstler, Karsten Klingbeil, hat Quiberon zwei Skulpturen geschenkt: der Fischer und die Wassernixe. Der jahrhundertealte, traditionsreiche, kleine, französische Fischerhafen Port Haliguen sollte aus seinem verschlafenen Dasein populärer und interessanter gemacht werden. So hat Klingbeil 1998 zwei lebensgroße Figuren geschaffen: Eine junge, schöne Nixe, die am Ende der Mole im Begriff ist, ins Wasser zu springen und auf der gegenüberliegenden Mole einen Frischer, der auf einem Hummerfangkorb sitzt und mit einer Hand die Augen vor der Sonne schützend zur Nixe hinüberschaut.

Ein anderer interessanter Ausflug: Auray und Sainte-Anne-d'Auray


Auray - Hafen von Saint-Goustan - Den Schoner (Goelette) Saint-Sauveur, einst das Wahrzeichen des Hafens, gibt es übrigens nicht mehr. Den hatten sie 2009 wegen Bauarbeiten am Quai Benjamin Franklin an eine andere Stelle im Hafenbecken verlegt, dort saß das alte Schiff bei Ebbe auf Grund und erlitt nicht reparable Schäden! Es ist sozusagen in zwei Teile zerbrochen. Es musste dann von einer Spezialfirma demontiert und zerstört werden.

Sainte-Anne-d'Auray, die größte Wallfahrt der Bretagne

Sainte-Anne-d'Auray (oder Breton Santez-Anna-Wened) ist das wichtigste Heiligtum der Bretagne.

Mit mehr als 800 000 Besuchern im Jahr ist die Basilika Ste.-Anne-d'Auray der wichtigste Wallfahrtsort der Bretagne und der Wichtigste in Frankreich, gleich nach Lourdes und Lisieux. Am 26. Juli kommen zwischen 20.000 und 30.000 Pilger zum Großen Pardon von Sainte-Anne. Schon am Vorabend findet eine beeindruckende Lichterprozession statt.

Verehrt wird die hl. Anna, die Mutter der Jungfrau Maria. 1623 erschien dem Landarbeiter Yves Nicolazic die hl. Anna und bat ihn eine ihr geweihte verfallene Kapelle auf seinem Feld wieder aufzubauen. 1625 wurde bei den Bauarbeiten am 7. März eine alte Statue der hl. Anna gefunden. Um an diesen Fund zu erinnern findet jedes Jahr am 7. März der erste Pardon zu Ehren der hl. Anna statt.

Die Kapelle wurde im 19. Jahrhundert durch die heutige Basilika ersetzt. Im Kreuzgang findet man den Kirchenschatz, in dem auch die Reliquie der hl. Anna enthalten ist, die ein Geschenk der Königin Anna von Östereich zum Dank für die Geburt des lange ersehnten Sohnes (später Ludwig XIV) war. Zudem findet man in der Basilika Goldschmiedearbeiten und den Mantel der alten Statue. Die Fenster der Basilika zeigen die Lebensgeschichte der hl. Anna. Immer wieder wird auch an Papst Johannes Paul II. erinnert, der am 20. September 1996 an einem Pardon teilgenommen und in der Basilika gebetet hat.

Auf halber Strecke von Auray nach Sainte-Anne-d'Auray liegt Bono (auch: Le Bono, bret.: Ar Bonoù).
Bono liegt nahe der Küste des Départements Morbihan am Ästuar des Flusses Sal, der hier auch Rivière du Bono genannt wird. Die Kleinstadt Auray ist nur vier Kilometer in nördlicher Richtung entfernt.

Im Hintergrund sieht man die Hängebrücke über den Ästuar. Sie gehört seit 1997 zu den Monuments historiques. Sie stammt von 1840 und ist eine der ältesten Brücken dieser Art in Frankreich.

Carnac - Alignements du Ménec
Die Steinreihen von Ménec sind im Westen von Carnac gelegen. Das Informationszentrum Maison des Mégalithes befindet sich hier.

Dieser Komplex besteht aus 1050 Steinen, die in 11 Reihen aufgestellt wurden. Es sind mehr oder weniger parallellaufende Reihen mit Steinen, die in recht regelmäßigen Abständen stehen. Das Berühmteste der Menhirfelder erstreckt sich über eine Länge von einem Kilometer.


Saint-Colomban ist ein Ortsteil der französischen Gemeinde Carnac im Département Morbihan der Region Bretagne. Der Weiler liegt circa eineinhalb Kilometer westlich von Carnac. Er ist über eine Sackstraße zu erreichen. Der Ort besteht aus alten Steinhäusern, der Kapelle St-Colomban (erbaut Ende des 16. Jahrhunderts) und einigen wenigen Neubauten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Carnac ist eines der wichtigsten Zentren der Muschel- und Schalentierzucht. Le Pô beherbergt seit 1880 zahlreiche Austernfarmen. Heute verteilen sich etwa dreißig Produzenten von flachen und gewölbten Austernarten an der Bucht und entlang des Flusses Crac’h. Im Watt bearbeiten sie einen Teil der 180 Hektar in der Bucht des Pô, die der Austernzucht gewidmet sind. Die Bucht von Quiberon besitzt die größte Tiefwasser-Zuchtfläche mit mehr als 2.500 Hektar Austernparks.
Zum Öffnen benutze ich mein Schweizer Offiziersmesser.


Donnerstag, 14. Oktober 2021

Portivy, Côte Sauvage und unser "Hausstrand", "Quiberon-Rituale"

Saint-Pierre-Quiberon / Ortsteil Portivy: Ein pittoresker kleiner Hafen, kein Trubel, ein Ort zum "die Seele baumeln lassen". Unsere kleine Lieblingsbar auf einen Ricard ist das "Café du Port". Portivy ist der einzige Schutz für Seeleute auf der Atlantikseite der Halbinsel Quiberon.


Zum Abschluß unserer Tagesausflüge haben wir immer erst mal diesen kleinen Hafen angefahren.

Bei unseren Urlauben auf Quiberon haben wir nach unseren Ausflügen aufs Festland nach Rückkehr immer ab Portivy die Runde über die Corniche entlang der Côte Sauvage gefahren und uns den Atlantikwind um die Nase wehen lassen. Ein Erlebnis im offenen Auto. Feinstes Roadsterland: Die Corniche entlang der Côte Sauvage auf Quiberon. Der stürmische Wind ist herrlich.


Autohasser haben keine Ahnung, wieviel Spaß es macht, im Roadster oder Cabrio etwa über die Corniche an der Côte Sauvage auf Quiberon (Bretagne, Morbihan) zu cruisen und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. wer offen fährt, der ist der wahre Naturfreund, denn er kriegt hautnah mit, was da draußen ist: Der Salzgeruch des Meeres oder aber auch der Duft frisch gemähter Wiesen.

Schön und gefährlich:
Quiberons Wilde Küste, die Côte Sauvage


Es treibt uns immer wieder geradezu die Haare zu Berge, wenn wir sehen, wie bodenlos Leichtsinnige sich an Quiberons Wilder Küste verhalten und ihr Leben aufs Spiel setzen. Da können noch so viele Warnschilder aufgestellt sein, diese "Naturfreunde" müssen immer und immer wieder bis ganz nah an den Atlantik. Keine Ahnung, was sie davon haben. Dabei ist die Wilde Küste berüchtigt für ihre gefährlichen Grundwellen (die sich hier am steilen Festlandsockel bilden, wenn der Atlantik auftrifft und die bis zu 20 Meter in die Höhe schießen), die auch Jahr für Jahr immer wieder welche dieser Unbelehrbaren in den nassen Tod reißen. Die Gedenkstätten (auch für getötete Retter) entlang der Corniche legen davon beredtes Zeugnis ab.


Jahr für Jahr fordert - trotz all der vielen Warnschilder (in deutsch, englisch und französisch!) und trotz der allenthalben installierten Notrufanlagen die Wilde Küste ihre Opfer. Nicht nur unter den Leichtsinnigen selbst, sondern auch unter den Rettungskräften, die versuchen, diese Unbelehrbaren aus dem Atlantik zu retten.

Das Besondere der Halbinsel Quiberon ist ihre Vielfalt, die dadurch zustande kommt, dass eine Seite der Insel dem Festland (Bucht von Quiberon), die andere dem Atlantik zugewandt ist. Das Meer ist landseitig ruhig, im Gegensatz zur Wilden Küste (Côte sauvage) auf der Atlantikseite mit kleinen Sandstränden zwischen den felsigen Buchten Port Blanc und Port Bara, an denen jedoch striktes Badeverbot herrscht.

Es halten sich in der Tat viele nicht an das Badeverbot. Aber auch bei ruhigem Wetter können Strömungen und Grundseen (Grundwellen) an den Stränden der Côte Sauvage sehr gefährlich sein. Die treten auch bei Ebbe auf.

Grundwellen entstehen, wenn das Wasser in nicht-linearen Wellen auf den Festlandsockel trifft und völlig unvermittelt, wie aus dem Nichts, bis zu 20 Metern in die Höhe schießen kann.

Treffen zwei oder mehr Wellen in einem Winkel von 41 Grad aufeinander, können sie sich gegenseitig aufschaukeln. Faszinierend daran ist die Tatsache, dass aus zwei oder mehr nicht-linearen Wellen regelrechte Wellenpakete mit dreimal höheren Amplituden als bei einer einzelnen Welle entstehen. Die Energie des Wassers wird schmalbandig in einem engen Wellenlängenbereich und mit plötzlicher, großer Amplitude gebündelt.

Geschieht dies in Ufernähe, dann reißen sie von Land alles mit, was sich dort aufhält.

Einen Stopp legen wir dann immer noch bei Le vivier ein.
Das Château Turpault ist keineswegs eine Burg aus dem Mittelalter, das ließ Georges Turpault aus Cholet zu Beginn des 20. Jahrhunderts (von 1904 bis 1910) als Feriendomizil erbauen. Zwischen dem Fischerhafen von Port Maria und der wilden Atlantikküste ist es eine Art fotogenes Wahrzeichen des Ortes. Besichtigen kann man es nicht, da es auch heute noch Privatbesitz ist.

Genauso ein "Ritual" ist es dann noch, unseren "Hausstrand", die Plage de Kerbourgnec, an der Ostseite der Insel, der ruhigen Baie de Quiberon, anzusteuern.


Hausstrand deswegen, weil er fußläufig von unserem Hotel rd. in 5 Minuten erreichbar ist. Und nach einem üppigen Abendessen z.B. unternehmen wir immer noch einen kleinen Spaziergang dorthin.


Hotel Saint-Pierre in Saint-Pierre-Quiberon, 3 Jahre unser Quartier. Sehr familiär.
Und bestes Essen. Besonders die Meeresfrüchteplatten. Einmalig.



Dienstag, 12. Oktober 2021

Die Felsküsten der Bretagne


Die Côte de Granit Rose (bretonisch: Aod ar Vein Ruz), die Rosa Granitküste, ist ein Küstenabschnitt der nördlichen Bretagne zwischen Paimpol und Trébeurden.

Die Entstehungsgeschichte der Rosa Granitküste:

Die Côte de Granit Rose erstreckt sich an der französischen Kanalküste im Département Côtes d’Armor und gehört zu den außergewöhnlichsten Küstenregionen der Bretagne. Namensgeber für den Küstenabschnitt ist rosafarbener Granit, der das Antlitz der gesamten Region prägt. Die Rosa Granitküste zieht sich auf einer Länge von zehn Kilometern zwischen den Ortschaften Paimpol und Trébeurden an der bretonischen Nordküste entlang. Die charakteristische Färbung verdankt der Rosengranit den Mineralien Hämatit und Alkalifeldspat. Gebildet wurde der Fels vor rund 300 Millionen Jahren durch geologische Prozesse im Oberkarbon. Die über dem Granit liegenden Erdschichten wurden im Verlauf von Millionen Jahren durch die Kraft von Wind und Wasser abgetragen. Zurück blieb eine bizarre Küstenlandschaft.

Eine faszinierende Landschaft, Bildhauerkunst der Natur, geschaffen von Wind und Wasser - faszinierende Skulpturen im roten Granit. An der Côte de Granit Rose, an der Pointe de Chateau (Le Gouffre), nahe Plougrescant, finden wir auch das wahrscheinlich meistfotografierte Haus der Bretagne, das Haus im Fels.




Die Pointe de Minard und die Klippen von Plouézec erheben sich 70 Meter über dem Meer. Die Felsen von Plouézec zählen zu den höchsten Felsen der Bretagne. Auf alten Zöllner- und Schmugglerpfaden (Circuit des Falaises) geht es durch die Falaises, die Klippen.


Am Cap Fréhèl (Département Côtes d'Armor), eine der größten Heidelandschaften Europas


Die Pointe Du Grouin (bretonisch Beg an Trein) ist eine Landzunge an der Côte d’Émeraude in der nordöstlichen Bretagne Sie liegt etwa vier Kilometer nördlich der Gemeinde Cancale. Auf der Landzunge befindet sich das 1861 errichtete Semaphor zur Beobachtung des Schiffsverkehrs, von welchem auch Seenotrettungseinsätze geleitet werden und welcher als Wetterstation dient. Das Kap ist touristisch erschlossen durch zwei Restaurants und ein Hotel. Im Semaphor finden Kunstausstellungen statt. Außerdem findet man auf dem Kap noch Reste deutscher Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg.


Die mit Heidekraut bewachsene Pointe du Grouin ist Naturschutzgebiet und Teil des europäischen Netzwerks "Natura 2000". Die Pointe du Grouin besitzt eine außergewöhnliche Flora und Fauna. Über sechzig Pflanzenarten, Moorboden sowie diverse Sperlinge, Dompfaffen, Reptilien, diverse Schmetterlingsarten und Fledermäuse findet man hier.

Entlang des mit Farn bewachsenen östlichen Teils der Pointe du Grouin befindet sich die gegenüberliegende 1100 Meter lange und 100 Meter breite Insel Île des Landes. Die unbewohnte Insel Île des Landes ist ein ornithologisches und botanisches Reservat (Réserve ornithologique et botanique). Mantelmöwen (Goëlands marin), Kormorane, Austernfischer (Huîtrier pie) Brandseeschwalben (Sterne Caugek), Basstölpel (Fou de Bassan) und Lachmöwen (Mouette rieuse) nisten auf der Île des Landes.

Die Côte Sauvage auf Quiberon - Die Côte Sauvage an der Westküste ist eine Naturschönheit ganz besonderer Art. Eine einmalige Küstenlandschaft, die große Gefahren aufweist und mit Bedacht genossen werden sollte.


Der zweitwestlichste Punkt Frankreichs: Pointe de Saint-Mathieu

Auf einer sturmumtosten Felsspitze liegen Kloster und Leuchtturm von Saint-Mathieu.



Samstag, 9. Oktober 2021

Ein Ausflug von Saint-Pierre-Quiberon

Saint-Pierre-Quiberon, Plage de Kerbourgnec, unser "Hausstrand". Fährt man die Straße weiter kommt man zur staatlichen Segelschule von Beg Rohu und anschließend dann nach Port Haliguen.




Von Port Haliguen fahren wir über Beg-er-Vil nach Port-Maria.


Dann geht es via Le Vivier über die Corniche entlang der Côte Sauvage nach Portivy.


Portivy, ein Ortsteil von Saint-Pierre-Quiberon, ist der einzige Schutz für Seeleute auf der Atlantikseite der Halbinsel und unser Lieblingort auf der Halbinsel. Ein pittoresker kleiner Hafen, kein Trubel, ein Ort zum "die Seele baumeln lassen". Unsere kleine Lieblingsbar auf einen Ricard und einen Martini Rouge ist das "Café du Port".
Wir verlassen die Halbinsel und kommen nach Plouharnel. Am Eingang zur Halbinsel Quiberon bildet Plouharnel sozusagen das Tor zum Meer. Sehenswert: Die Chapelle Notre-Dame des Fleurs. Bei Plouharnel befindet sich das größte Dünengebiet Frankreichs (Les Sables Blancs).


Der Dolmen von Crucuno:

Crucuno ist ein Weiler in der Gemeinde (commune) Plouharnel im Département Morbihan in der Bretagne in Frankreich. Er liegt östlich der Straße D781 (Rue des Menhirs) von Erdeven nach Plouharnel, zwischen zwei kleinen Teichen. Der Ort ist bekannt durch zwei Dolmen und einen Cromlec'h. Der Dolmen, der lange Zeit als Stall diente, steht dicht an einem Haus mitten im Weiler. Er besaß früher einen langen Gang und hatte eine Gesamtlänge von etwa 27,0 m. Die Deckenplatte hat ein Gewicht von etwa 40 Tonnen.

Es geht weiter nach Carnac, weltberühmt für seine Megalithen.


La Trinité-sur-Mer (bretonisch: An Drinded-Karnag) ist eine französische Gemeinde. Sie liegt im Département Morbihan in der Region Bretagne zwischen der Quiberon-Halbinsel und dem Golf du Morbihan, am Ästuar des Flusses Crac’h.


Der Ort ist ein bekannter Yachthafen in der Bretagne. Darin liegen mehrere größere Yachten, vor allem Mehrrumpfboote (Katamarane und Trimarane). Der Hafen wird von größeren Booten zum Teil zur Vorbereitung von Langstreckenfahrten (insbesondere Weltumrundungen) genutzt. Es gibt hier auch einige Werften.

Schätzchen am Wegesrand:

Dorfkirche Saint-Philibert (auch Notre-Dame du Flux et du Reflux oder Notre-Dame du Ster;17. und 18. Jahrhundert, restauriert im 20. Jahrhundert). Von außen eher unscheinbar wirkt die romanische Pfarrkirche von Saint-Philibert (nahe La Trinité sur mer), birgt in ihrem Inneren jedoch eine beeindruckende Ausschmückung im romantischen Stil.

Samstag, 25. September 2021

Souvenirs des Vacances - Quiberon


Eine spektakuläre wilde Küste im Westen, schöne feine Sandstrände im Osten – auf 14 Kilometern bietet die Halbinsel Quiberon eine Vielfalt an Landschaften, die sofort begeistert. Die zu den führenden Badeorten der Bretagne zählende Halbinsel hat vieles zu bieten.
Nachdem man die Landenge von Penthièvre passiert hat, ist man auf der Halbinsel Quiberon im Morbihan angekommen.Quiberon war einst eine Insel, bis etwa ab dem 11. Jahrhundert durch das Abholzen von Wäldern Sand freigesetzt wurde, der durch Wind und Meeresströmung diese Landbrücke bildete, den Isthmus von Penthièvre. Die Halbinsel ist ganzjährig nur über diese einzige Straße zu erreichen, die im Sommer häufig überfüllt ist.

Die Côte Sauvage

Das Besondere der Halbinsel Quiberon ist ihre Vielfalt, die dadurch zustande kommt, dass eine Seite der Insel dem Festland (Bucht von Quiberon), die andere dem Atlantik zugewandt ist. Das Meer ist landseitig ruhig, im Gegensatz zur Wilden Küste (Côte sauvage) auf der Atlantikseite mit kleinen Sandstränden zwischen den felsigen Buchten Port Blanc und Port Bara, an denen jedoch striktes Badeverbot herrscht.


Auf der dem Atlantik zugewandten Seite der Halbinsel Quiberon findet man eindrucksvolle Felsen, Klippen, Grotten, Riffe und eine starke Brandung, die die Côte Sauvage ausmachen. Von Portivy bis nach Port Maria schlängelt sich eine ca. 8 km lange und meist sehr enge Küstenstraße an der Westküste entlang. Hier ist das Baden verboten, was aber viele Surfer nicht abschreckt, trotzdem ins Wasser zu steigen. Einige Gedenktafeln erinnern an Rettungsschwimmer, die beim Versuch andere zu retten, ums Leben kamen.

Das gefährliche sind die sog. Grundwellen (auch Monsterwellen genannt) des Atlantik, die entstehen, wenn das Wasser in nicht-linearen Wellen auf den Festlandsockel trifft und die völlig unvermittelt, wie aus dem Nichts, bis zu 20 Metern in die Höhe schießen können.

Treffen zwei oder mehr Wellen in einem Winkel von 41 Grad aufeinander, können sie sich gegenseitig aufschaukeln. Faszinierend daran ist die Tatsache, dass aus zwei oder mehr nicht-linearen Wellen regelrechte Wellenpakete mit dreimal höheren Amplituden als bei einer einzelnen Welle entstehen. Die Energie des Wassers wird schmalbandig in einem engen Wellenlängenbereich und mit plötzlicher, großer Amplitude gebündelt.


Jahr für Jahr fordert - trotz all der vielen Warnschilder (in deutsch, englisch und französisch!) und trotz der allenthalben installierten Notrufanlagen die Wilde Küste ihre Opfer. Nicht nur unter den Leichtsinnigen selbst, sondern auch unter den Rettungskräften, die versuchen, diese Unbelehrbaren aus dem Atlantik zu retten.

Quiberon ist auch Ausgangspunkt für die Überfahrt nach Belle-île, Houat und Hoëdic.
Im Haupthafen von Quiberon, Port Maria, liegt der Meeresbahnhof (gare maritime). Hier starten Fähren, die die vorgelagerten Inseln Belle-Île, Île d’Houat (Enteninsel) und Île d’Hœdic („kleine Ente“) anfahren. Vom Osthafen Port-Haliguen starten im Sommer Ausflugsboote zu Touren durch den Golf von Morbihan („kleines Meer“).


Der deutsche Künstler, Karsten Klingbeil, hat Quiberon zwei Skulpturen geschenkt: der Fischer und die Wassernixe. Der jahrhundertealte, traditionsreiche, kleine, französische Fischerhafen Port Haliguen sollte aus seinem verschlafenen Dasein populärer und interessanter gemacht werden. So hat Klingbeil 1998 zwei lebensgroße Figuren geschaffen: Eine junge, schöne Nixe, die am Ende der Mole im Begriff ist, ins Wasser zu springen und auf der gegenüberliegenden Mole einen Frischer, der auf einem Hummerfangkorb sitzt und mit einer Hand die Augen vor der Sonne schützend zur Nixe hinüberschaut.

Mittelalterliche Fantasie

Obwohl das Schloss Turpault nicht besichtigt werden kann, ist seine Silhouette bezeichnend für die Halbinsel Quiberon. Türmchen, Mauerzinnen… Ein Bauwerk aus dem Mittelalter? Nein, eine 1904 von einem reichen Industriellen erbaute Fantasie.
Das Château Turpault ist keineswegs eine Burg aus dem Mittelalter, das ließ Georges Turpault aus Cholet zu Beginn des 20. Jahrhunderts (von 1904 bis 1910) als Feriendomizil erbauen. Zwischen dem Fischerhafen von Port Maria und der wilden Atlantikküste ist es eine Art fotogenes Wahrzeichen des Ortes. Besichtigen kann man es nicht, da es auch heute noch Privatbesitz ist.

Saint-Pierre-Quiberon / Ortsteil Portivy: Ein pittoresker kleiner Hafen, kein Trubel, ein Ort zum "die Seele baumeln lassen". Unsere kleine Lieblingsbar auf einen Ricard ist das "Café du Port".




Donnerstag, 28. August 2014

Schön und gefährlich: Quiberons Wilde Küste, die Côte Sauvage

Es treibt uns immer wieder geradezu die Haare zu Berge, wenn wir sehen, wie bodenlos Leichtsinnige sich an Quiberons Wilder Küste verhalten und ihr Leben aufs Spiel setzen. Da können noch so viele Warnschilder aufgestellt sein, diese "Naturfreunde" müssen immer und immer wieder bis ganz nah an den Atlantik. Keine Ahnung, was sie davon haben. Dabei ist die Wilde Küste berüchtigt für ihre gefährlichen Grundwellen, die auch Jahr für Jahr immer wieder welche dieser Unbelehrbaren in den nassen Tod reißen. Die Gedenkstätten entlang der Corniche legen davon beredtes Zeugnis ab.


Quiberon et sa Cote Sauvage by Franz Roth


Der östliche Teil der Halbinsel hingegen bietet genügend familienfreundliche Strände, an denen man sich gefahrlos Urlaubsfreuden hingeben kann.


Impressionen von Quiberon - Morbihan - Bretagne by Franz Roth

Montag, 11. Juni 2012

Cote Sauvage - Quiberon - Morbihan - Bretagne


Wenn wir auf Quiberon sind, dann beenden wir jeden Ausflugstag mit einem Cruisen über die Corniche, die Küstenstraße, entlang der Côte Sauvage, der Wilden Küste. Und legen unseren letzten Stop bei Le Vivier ein.



Und ganz zum Abschluß machen wir noch gerne einen Abstecher zum Port de Plaisance, dem Yachthafen, im Ortsteil Port Haliguen von Quiberon.


So geht dann ein perfekter Urlaubstag zu Ende.