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Dienstag, 2. September 2025
Mittwoch, 4. Dezember 2019
Eine Tour durchs Bitscherland
Wir unternehmen eine Tour durchs Bitscherland (Pays de Bitche) in Lothringen, direkt hinter der deutsch-französischen Grenze.
Haspelschiedt
Die Gemeinde Haspelschiedt liegt im äußersten Nordosten Lothringens, nahe der Grenze zum deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz. Das Gemeindegebiet von Haspelschiedt ist Teil des Regionalen Naturparks Nordvogesen und des Biosphärenreservates Pfälzerwald-Nordvogesen.
Die Kirche Saint-Nicolas ist von 1869.
Schorbach
Der Name Schor-Bach, was Sumpfschildkröten-Bach bedeuten soll, tauchte erstmals im Jahr 1210 auf. Der Ort gehörte lange zu Zweibrücken-Bitsch.
Sehr früh war Schorbach, ausgehend vom Kloster Hornbach, Sitz einer Kirchengemeinde und blieb bis zur Revolution Zentralkirche für die umliegenden Ortschaften.
Die auf einen 1143 geweihten Vorgängerbau zurückgehende Kirche Saint Rémi, die auf einem Felsen den unteren Ort überragt, war über viele Jahrhunderte die zentrale Pfarrkirche im Bitscher Land. Der Kirchengründer ist nicht bekannt, sie wird aber in der Heimatkunde oft auf Berthold von Eberstein zurückgeführt, dessen Sohn Eberhard III. um 1200 seine Patronatsrechte an die nahe gelegene Abtei Sturzelbronn abtrat. Eberhards Tochter Agnes heiratete 1239 Graf Henri II. von Zweibrücken-Bitsch.
Aus der Gründungszeit ist noch ein quadratischer Turm erhalten, das Kirchenschiff ist gotisch. Allerdings wurde im Jahr 1774 eine umfangreiche Restaurierung der baufälligen Anlage vorgenommen.
Besonders bekannt ist Schorbach für das noch aus romanischer Zeit stammende Beinhaus (Ossuarium) am Eingang zum ehemaligen Kirchhof.
Das Beinhaus der lothringischen Gemeinde Schorbach (Commune de Schorbach) aus dem 12. Jahrhundert diente vom Jahr 1136 bis zur Französischen Revolution 1789 der Aufnahme der Gebeine der Verstorbenen.
Da nach altem Volksglauben nur der die ewige Seligkeit erlangen konnte, der bis zum Jüngsten Tag in geweihter Erde ruhte (oder auf ihr), wurden die Gebeine der Toten wegen des Platzmangels auf den Gottesäckern exhumiert und in Beinhäusern auf dem Friedhof aufbewahrt.
Bitsch / Bitche
La Chapelle de la Nôtre Dame de l'Etang in Bitche, die ehemalige Synagoge und eine Fahrt durch die Stadt. Die Kapelle ist von 1515 und stand am 1820 trockengelegten Stadtweiher. Sie wird deswegen auch Weiherkapelle genannt. Die profanierte Synagoge ist in schlechtem Zustand.
"Flaveurs coquines" (Frivole Genüsse) nennt sich die Skulpturengruppe am Straßburger Tor - Ein von der Künstlerin Cléone gestalteter Garten - Eine Gruppe seltsamer Gestalten: Frivole Silhouetten aus rostrotem Metall - Sainte-Catherine in Bitche - Die Heilige Katharina von Alexandrien ist die Patronin der katholischen Pfarrei von Bitche.
Goetzenbruck bzw. Gœtzenbruck (deutsch Götzenbrück, lothr. Getzebrikk) ist eine französische Gemeinde im Département Moselle.
Goetzenbruck ist entstanden aus der Glasmacherei, die bis heute eine dominierende wirtschaftliche Rolle spielt. 1721 hatte Jean-Georges Poncet, Glasmacher aus Meisenthal, vom Lothringer Herzog Wald an der Götzenbrücke erhalten, um hier eine neue Betriebsstätte zu errichten. Herzog Leopold von Lothringen vermachte den Glasmachern das holzreiche Gebiet, um ihre expandierende, für das Herzogtum wichtige Industrie ausbauen zu können. Früh spezialisierte man sich auf die Fabrikation von Uhrenglas, allerdings waren im 19. Jahrhundert auch gläserne Statuetten der heiligen Jungfrau mit dem Kinde ein Verkaufsschlager. Seit 1925 stellte die Fertigung von Brillengläsern den Schwerpunkt dar. Schon damals wurden auch hochwertige Spezialgläser für industriellen und Laboratoriumsbedarf hergestellt. Letztere sind heute die wichtigsten Produkte, die am Standort Goetzenbruck der Sola Industries Optiques erzeugt werden.
Von Goetzenbruck nach Meisenthal
CIAV in Meisenthal im Bitscherland
Das CIA wird z.Z. umgebaut und renoviert. Und jetzt werden auch wieder die angeblich in Meisenthal erfundenen Weihnachtskugeln hergestellt.
Der bekannte Jugendstil-Künstler Émile Gallé hat in Meisenthal gearbeitet und hier Objekte aus Glas hergestellt. Heute gibt es in Meisenthal ein Museum sowie ein Internationales Zentrum für Glaskunst (Centre International d'Art Verrier, CIAV), das u. a. mit der Hochschule der Bildenden Künste Saar zusammenarbeitet. Das CIAV ist insbesondere für den dort hergestellten Christbaumschmuck aus Glas berühmt. Angeblich geht diese Erfindung auf die Gegend von Meisenthal zurück, als im 19. Jahrhundert eine Ernte schlecht ausfiel und die bis dahin zum Schmuck des Weihnachtsbaums verwendeten Früchte knapp waren. Das Museum befindet sich im Maison du Verre et du Cristal, wo man auch Glasbläser bei der Arbeit beobachten kann.
Les Douze Apôtres: Der Zwölfapostelstein (frz. Pierre des douze Apôtres; auch Breitenstein, lat. Petra lata) ist ein vorgeschichtlicher Menhir an der Verbindungsstraße zwischen Meisenthal, Mouterhouse (beide im Département Moselle) und Wingen-sur-Moder (Département Bas-Rhin) im Naturpark Nordvogesen (Parc Naturel Régional des Vosges du Nord). Seit dem Mittelalter bildet er eine Grenzmarke zwischen dem Elsass und Lothringen. Der aus einem einzigen Block Buntsandstein gehauene Monolith hat eine Höhe von etwa vier Metern.
Seine Vorgeschichte liegt im Dunkeln. Man vermutet, dass es sich um einen Kultstein aus keltischer („druidischer“) Zeit handelt. Einer üblichen Praxis entsprechend wurde dieser heidnische Kultstein in christlicher Zeit „getauft“, d. h. mit christlichen Merkmalen versehen. Der obere Teil wurde zu einer Kreuzigungsgruppe (der gekreuzigte Christus mit zwei Marien) gestaltet. Darunter wurde ein schlichtes Relief mit den zwölf Aposteln herausgearbeitet.
Freitag, 22. November 2019
Glasmacherei im Bitscherland
Die Kunst des Glasmachens gehört seit dem Beginn des 15. Jahrhunderts zu den wichtigsten und erfolgreichsten Industriezweigen der Großregion. Die für die Glasherstellung benötigten Rohstoffe waren im Überfluss vorhanden, die jeweiligen Landesherren förderten die Ansiedlung der Glasmacher. Von Südlothringen aus verbreitete sich die Kunst des Glasmachens in Richtung Norden. Der Buntsandstein lieferte den Rohstoff für die Glasherstellung, der Wald den Brennstoff zum Schmelzen des Quarzsandes. Eine besondere Herausforderung für Regierende, Unternehmer und Arbeiter bedeutete die geopolitische Lage der Glashütten im Herzen Europas, zwischen deutschem und französischem Einflußbereich. Trotz der durch zahlreiche Kriege und Grenzverschiebungen erschwerten Bedingungen entstanden am Westrand der Vogesen und im Bitscher Land ab dem 18. Jahrhundert einige der wichtigsten, größten und innovativsten Glas- und Kristallglashütten Europas. Einige von ihnen setzen bis heute weltweit Qualitätsmaßstäbe in Handwerk und Design.
Goetzenbruck ist entstanden aus der Glasmacherei, die bis heute eine dominierende wirtschaftliche Rolle spielt. 1721 hatte Jean-Georges Poncet, Glasmacher aus Meisenthal, vom Lothringer Herzog Wald an der Götzenbrücke erhalten, um hier eine neue Betriebsstätte zu errichten. Herzog Leopold von Lothringen vermachte den Glasmachern das holzreiche Gebiet, um ihre expandierende, für das Herzogtum wichtige Industrie ausbauen zu können. Früh spezialisierte man sich auf die Fabrikation von Uhrenglas, allerdings waren im 19. Jahrhundert auch gläserne Statuetten der heiligen Jungfrau mit dem Kinde ein Verkaufsschlager. Seit 1925 stellte die Fertigung von Brillengläsern den Schwerpunkt dar. Schon damals wurden auch hochwertige Spezialgläser für industriellen und Laboratoriumsbedarf hergestellt. Letztere sind heute die wichtigsten Produkte, die am Standort Goetzenbruck der Sola Industries Optiques erzeugt werden.
Von Goetzenbruck nach Meisenthal
Internationales Glaskunstzentrum CIAV in Meisenthal
Der bekannte Jugendstil-Künstler Émile Gallé hat in Meisenthal gearbeitet und hier Objekte aus Glas hergestellt. Heute gibt es in Meisenthal ein Museum sowie ein Internationales Zentrum für Glaskunst (Centre International d'Art Verrier, CIAV), das u. a. mit der Hochschule der Bildenden Künste Saar zusammenarbeitet. Das CIAV ist insbesondere für den dort hergestellten Christbaumschmuck aus Glas berühmt. Angeblich geht diese Erfindung auf die Gegend von Meisenthal zurück, als im 19. Jahrhundert eine Ernte schlecht ausfiel und die bis dahin zum Schmuck des Weihnachtsbaums verwendeten Früchte knapp waren. Das Museum befindet sich im Maison du Verre et du Cristal, wo man auch Glasbläser bei der Arbeit beobachten kann.
Dienstag, 27. August 2019
Beim Nachbarn in den Nordvogesen
Internationales Glaskunstzentrum in Meisenthal im Bitscherland
Der bekannte Jugendstil-Künstler Émile Gallé hat in Meisenthal gearbeitet und hier Objekte aus Glas hergestellt. Heute gibt es in Meisenthal ein Museum sowie ein Internationales Zentrum für Glaskunst (Centre International d'Art Verrier, CIAV), das u. a. mit der Hochschule der Bildenden Künste Saar zusammenarbeitet. Das CIAV ist insbesondere für den dort hergestellten Christbaumschmuck aus Glas berühmt. Angeblich geht diese Erfindung auf die Gegend von Meisenthal zurück, als im 19. Jahrhundert eine Ernte schlecht ausfiel und die bis dahin zum Schmuck des Weihnachtsbaums verwendeten Früchte knapp waren. Das Museum befindet sich im Maison du Verre et du Cristal, wo man auch Glasbläser bei der Arbeit beobachten kann.
Les Douze Apôtres
Der Zwölfapostelstein (Les Douze Apôtres), auch Breitenstein genannt, ein christianisierter Menhir markiert seit altersher bei Goetzenbruck (Département Moselle, 57) die Grenze zwischen Lothringen und dem Elsaß.
Schiffshebewerk Saint-Louis/Arzviller unweit Luetzelbourg
Das Schiffshebewerk ist 2019 50 Jahre alt. Nach zwei Jahren Reparaturarbeiten ist der Schiffsschrägaufzug seit 2016 wieder in Betrieb. Da hatte sich nämlich ein Schiff "verhakt" gehabt und die Anlage schwer beschädigt.
Eineinhalb Kilometer südöstlich der lothringischen Ortschaft Dabo erreicht man den Dagsburger Felsen (Rocher de Dabo), 664 Meter hoch, mit der St-Leo-Kapelle. Sie war Papst Leo IX. geweiht, im 11. Jahrhundert der erste elsässische Papst.
Nur gibt es das 1954 erbaute altehrwürdige Hotel und Restaurant nicht mehr. Denn das Haus, in dem sich General De Gaulle, François Mitterrand und Helmut Kohl und viele andere Prominente ein Stelldichein gegeben haben, ist am 30. November 2015 einem verheerenden Brand zum Opfer gefallen.
Im Mittelalter gehörte die Gegend um Dabo als Grafschaft Dagsburg zum Elsaß. Bekannt ist die Gemeinde wegen zweier Bauwerke, die auf dem imposanten Rocher du Dabo in mehr als 660 m Höhe stehen: Die Ruine der Dagsburg und die Kapelle, die zur Erinnerung an Papst Leo IX. erbaut wurde. Dieser lebte von 1002 bis 1054 und war ein Vetter 2. Grades des salischen Kaisers Heinrich III. Von der Dagsburg stammte Leos Mutter Heilwig.
Bei den Ölscheichs des Elsaß: Merkwiller-Pechelbronn
Pechelbronn war der erste Ort in Europa, an dem Erdöl gewonnen wurde. Die noch heute aktive Erdpechquelle ist seit 1498 belegt und gab dem Ort den Namen: "Pech-Brunnen". Das aus den Pechelbronner Schichten stammende Erdöl wurde zunächst medizinisch bei Hauterkrankungen benutzt. Händler zogen als "Karichschmiermann" mit Schubkarren, auf denen ein Holzfässchen befestigt war, durch die Dörfer und verkauften den Bauern loses Öl, mit dem sie ihre Fuhrwerke schmieren konnten.
Die kommerzielle Nutzung aber begann 1735 und endete 1970. Generationen von Technikern besuchten das Gebiet, um das Fördern und Raffinieren von Erdöl zu lernen. 1927 nahmen die Gebrüder Marcel und Conrad Schlumberger in Pechelbronn die erste elektrische Bohrlochvermessung vor.
Freitag, 23. August 2019
Ein Abstecher ans Lothringer Ufer der Schwalb (und mehr diesseits und jenseits der Grenze)
Wenn wir bei unserem Trip in den Bliesgau in Brenschelbach-Bahnhof links abbiegen und die deutsch-französische Grenze überschreiten, gelangen wir nach kurzer Fahrt zur Eschweiler Mühle (Moulin d'Eschviller).
Eschviller (deutsch Eschweiler) ist ein Ortsteil der französischen Gemeinde Volmunster im Nordosten des Départements Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Eschviller ist Teil des Bitscher Landes (Pays de Bitche) sowie des Regionalen Naturparks der Nordvogesen.
Bekannt ist Eschviller für die Eschweiler Mühle (lothringisch Eschwiller Muehle, frz. moulin d'Eschviller), die sich etwas abseits des Weilers, am Fluss Schwalb befindet. Sie wurde bereits im Jahr 1731 erbaut. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde sie seit 1976 restauriert und seit den späten 1980er-Jahren zu einer touristischen Attraktion ausgebaut. Neben einem Museum, das sich dem Mühlenalltag widmet, bietet das Gebäude Gästezimmer und eine Gaststätte mit französischer Küche. Auf dem Gelände der Mühle befinden sich außerdem ökologische Lehrpfade und ein Bienenhaus.
Im Herzen des Naturparks Nordvogesen gelegen, vermittelt das Museum Eschviller Mühle anschaulich den Mühlenalltag. Anhand sehr konkreter Vorführungen und der Ausstellung alter Werkzeuge werden sämtliche Schritte der Mehlherstellung gezeigt. Eine funktionsfähige Gattersäge, die von einem gewaltigen Schaufelrad angetrieben wird, ist ebenfalls zu besichtigen. Das Museum liegt inmitten einer reizvollen Landschaft, die weitere Attraktionen bereithält: Rundgang "Kreislauf des Wassers", Natur- und Kulturlehrpfad, Robustrinder, Bienenlehrstand.
Karte:
Über Ormersviller kommen wir auf schmalem Sträßchen zurück in den Bliesgau und nach Medelsheim.
Europäischer Kultur- und Archäologiepark Bliesbruck-Reinheim - eine grenzüberschreitende Ausgrabungsstätte aus gallo-römischer Zeit:
Eingebettet in das idyllische Tal der Blies, im Herzen des UNESCO Biosphärenreservats Bliesgau, liegt der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim unmittelbar auf der deutsch-französischen Grenze. Die umliegende Kulturlandschaft und das naturnahe Parkgelände lassen den Besuch des Archäologieparks zu einem einmaligen Erlebnis werden. Hier kann man in die Regionalgeschichte, aber auch in die Vergangenheit Europas eintauchen.
In dem Archäologiepark werden seit 1987 auf der deutschen Seite die Reste einer römischen Villa und seit 1971 auf der französischen Seite eine gallo-römische Kleinstadtsiedlung inklusive Thermenanlage freigelegt.
Nun ist es nicht mehr weit bis Gräfinthal. Die Gründung des Klosters erfolgte nach dem Chronisten Dom Calmet im Jahre 1243. Es ist eine Stiftung der Gräfin Elisabeth von Blieskastel. Diese wurde der Legende nach durch ein Gebet vor dem Gnadenbild eines Einsiedlers (s. Blieskastel und sein Gnadenbild) geheilt und gründete aus Dankbarkeit das Kloster. 1273 wurde sie dort beerdigt.
Der Wilhelmitenorden, gegründet von Schülern des Hl. Wilhelm von Malevalle (Toskana), gründete von Gräfinthal aus Ende des 13. Jahrhunderts das Priorat Marienthal bei Hagenau im Elsass, das bis heute ein großer Wallfahrtsort ist. Die Klosteranlage wurde im Laufe von 600 Jahren wiederholt zerstört und beschädigt. Eine letzte Blüte und sein Ende erlebte das Kloster dann zu Beginn des 18. Jahrhunderts.
Zwei Clips in einem, vor und nach der Restaurierung der Kapelle. Jeweils im Herbst.
Förderer war der in Zweibrücken residierende ehemalige polnische König, der spätere Herzog von Lothringen, Stanislaus Lescynski (1677-1766). Er ließ 1717 seine verstorbene Tochter Anna (1699-1717) in der Klosterkirche beisetzen. Bei jüngsten archäologischen Grabungen wurde diese Grablege vermutlich gefunden. Auch die 2. Tochter des polnischen Königspaares, Maria Lescynska (1703-1768), durch die Heirat mit Ludwig XV. Königin von Frankreich, hatte eine besondere Zuneigung zu dem Kloster und besuchte es öfter.
Machen wir nochmal einen Abstecher über die Grenze: Meisenthal - Internationales Glaskunstzentrum
Meisenthal gehört zum Arrondissement Sarreguemines und zum Kanton Bitche und ist Teil des grenzübergreifenden Biosphärenreservates Pfälzerwald-Nordvogesen. Der bekannte Jugendstil-Künstler Émile Gallé hat in Meisenthal gearbeitet und hier Objekte aus Glas hergestellt. Heute gibt es in Meisenthal ein Museum sowie ein Internationales Zentrum für Glaskunst (Centre International d'Art Verrier, CIAV), das u. a. mit der Hochschule der Bildenden Künste Saar zusammenarbeitet. Das CIAV ist insbesondere für den dort hergestellten Christbaumschmuck aus Glas berühmt. Angeblich geht diese Erfindung auf die Gegend von Meisenthal zurück, als im 19. Jahrhundert eine Ernte schlecht ausfiel und die bis dahin zum Schmuck des Weihnachtsbaums verwendeten Früchte knapp waren. Das Museum befindet sich im Maison du Verre et du Cristal.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Meisenthal befindet sich auch der auch Breitenstein genannte Zwölfapostelstein (Le Pierre des Douze Apôtres).
Ein christianisierter Menhir, markiert seit altersher die Grenze zwischen dem Elsaß und Lothringen.
Viele Sagen und Legenden ranken sich um die alte Grenzmarke.
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Zwölfapostelstein
Donnerstag, 19. Oktober 2017
Highlights im Bitscherland

Für uns ist Bitche (Bitsch) auch eine Einkaufsstadt. Am Fuße der Zitadelle von Vauban ist der Supermarché MATCH, der vieles im Angebot hat, was man in dieser Auswahl auf der deutschen Seite der Grenze nicht findet. Sei es die riesige Käseauswahl, frische Meeresfrüchte, von Crevetten bis Austern, seien es die leckeren französischen Torten, die riesige Auswahl an Weinen aus ganz Frankreich oder seien es die Kosmetika. Es landet also immer ein bißchen mehr im Einkaufswagen als man ursprünglich vorhatte. Sei's drum ...
Geschichtliches: Im 12. und 13. Jahrhundert gehörte Bitsch zum Herzogtum Lothringen. 1297 vertauschte Lothringen die Herrschaft an die Grafen von Zweibrücken-Bitsch, und Bitsch wurde somit Hauptort einer eigenständigen Herrschaft, bis die Linie 1570 ausstarb. Bitsch fiel nun im Erbgang an die lutherische Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Jedoch wollte der Herzog von Lothringen als Lehnsherr über Bitsch das Lehen einziehen. Darüber kam es ab 1572 zu einem lange währenden Streit, der erst 1606 mit einem Vergleich beendet wurde. Bitsch fiel an Lothringen zurück und wurde in der Folge rekatholisiert. Im Dreißigjährigen Krieg wurden der Flecken und das Umland völlig verwüstet. 1680 besetzte Frankreich das Land. Der nun folgende Umbau und Neugestaltung der mittelalterlichen Burg zu einer neuzeitlichen Festung durch Vauban und die dauernde Präsenz französischer Truppenteile beeinflussten die Entwicklung des Ortes nachhaltig.
Die ehemalige Abtei Sturzelbronn
Die ehemalige Abtei Sturzelbronn in Lothringen - Sturzelbronn (deutsch Stürzelbronn, lothr. Stirzelbrunn) - Die 1135 von Herzog Simon I. von Lothringen gegründete Zisterzienserabtei ist der eigentliche Ursprung der Ortschaft. Die Abtei Sturzelbronn hatte im Mittelalter weitreichende Besitzungen und Zehntrechte im Bitscher Land, das damals auch viele heute auf deutscher Seite liegende Ortschaften umfasste. 1799 wurde die Abtei aufgehoben.
Le Pierre des Douze Apôtres, der Zwölfapostelstein (auch Breitenstein genannt) bei Goetzenbtuck im Pays de Bitche (Bitscherland, Lothringen, Lorraine, France) im französischen Department Moselle (57) ist ein christianisierter Menhir und matkiert seit altersher die Grenze zwischen Lothringen und dem Elsaß. Viele Sagen und Legenden ranken sich um das mystische Monument.
Les Douze Apotres - Zwölfapostelstein - Breitenstein from Franz Roth on Vimeo.
Die Gegend um Goetzenbruck und Meisenthal ist seit altersher ein Zentrum der Glasbläserei in Lothringen. In Meisenthal befindet sich deshalb ein Internationales Zentrum für Glaskunst. Ein lohnendes Ziel im Bitscherland.
Der Deutsch-Französische Kindergarten (École Maternelle Franco-Allemande) im lothringischen Liederschiedt, gleich hinter der deutschen Grenze bei Schweix in der Südwestpfalz gelegen, ist ein bemerkenswertes Projekt mit europäischem Modellcharakter.
Hier wachsen Kinder von diesseits und jenseits der Grenze zweisprachig auf. Ein Stück gelebte Völkerverständigung schon im Kindesalter. 2015 feierte er sein 20-jähriges Bestehen.
Samstag, 16. September 2017
Von Walschbronn zur Dabo
Wir starten unsere kleine Rundtour durch Lothringen an der deutsch-französischen Grenze bei Kröppen im Landkreis Südwestpfalz und erreichen direkt hinter der Grenze den Weiler Walschbronn.
Die kleine Gemeinde Schorbach in Lothringen, nahe der deutsch-französischen Grenze, hat ein romanisches Beinhaus aus dem 11. Jahrhundert. Da nach altem Volksglauben nur der die ewige Seligkeit erlangen konnte, der bis zum Jüngsten Tag in geweihter Erde ruhte (oder auf ihr), wurden die Gebeine der Toten wegen des Platzmangels auf den Gottesäckern exhumiert und in Beinhäusern auf dem Friedhof aufbewahrt.
In Bitche (Bitsch) ist die Zitadelle ein Must-See. Und wer hat sie erbaut? Natürlich Vauban!
Die Gegend um Goetzenbruck und Meisenthal ist seit altersher ein Zentrum der Glasbläserei in Lothringen. In Meisenthal befindet sich deshalb ein Internationales Zentrum für Glaskunst. Ein lohnendes Ziel im Bitscherland.
Meisenthal - Internationales Glaskunstzentrum... von franz-roth-tv
Der Zwölfapostelstein (Les Douze Apôtres), auch Breitenstein genannt, ein christianisierter Menhir markiert seit altersher bei Goetzenbruck (Department Moselle, 57) die Grenze zwischen Lothringen und dem Elsaß.
Der Zwölfapostelstein oder Breitenstein - Les Douze Apôtres - 2015-12-17 from Franz Roth on Vimeo.
Das Schiffshebewerk Saint-Louis-Arzviller ist einzigartig in Frankreich.
Bei der lothringischen Ortschaft Dabo finden wir den Dagsburger Felsen, den Roche Saint-Leon mit seiner Kapelle. Sie war Papst Leo IX. geweiht, im 11. Jahrhundert der erste elsässische Papst.
Donnerstag, 4. Mai 2017
Auf dem Westrich und im Bitscherland
Muttertag steht ja bald wieder vor der Tür. Hier unser Ausflugstipp für die Südwestpfalz und das angrenzende Bitscherland.
Cabrioausflug Muttertag 10-05-2015 von franz-roth-tv
Unser erstes Ziel ist Hornbach, dessen Kloster eine Gründung des Heiligen Pirminius ist.
Auch in Hornbach sollte man die Kirche Sankt Pirminius besuchen.
Wir passieren die französische Grenze und machen einen Abstecher zur Mühle von Eschviller.
La Moulin d'Eschviller - Pays de Bitche... von franz-roth-tv
In Bitche besuchen wir die von Vauban erbaute Zitadelle.
Die Gegend um Goetzenbruck und Meisenthal ist seit altersher ein Zentrum der Glasbläserei in Lothringen. In Meisenthal befindet sich deshalb ein Internationales Zentrum für Glaskunst. Ein lohnendes Ziel im Bitscherland.
Meisenthal - Internationales Glaskunstzentrum... von franz-roth-tv
Der Zwölfapostelstein bei Goetzenbruck , ein christianisierter Menhir, markiert seit altersher die Grenze zwischen dem Elsaß und Lothringen. Viele Sagen und Legenden ranken sich um die alte Grenzmarke.
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Donnerstag, 20. Oktober 2016
Sagenumwobene Menhire im Südwesten
Menhire gibt es nicht nur in der Bretagne oder Cornwall. Zwar sind Stonehenge oder die Alignements von Carnac weltberühmt, aber die Zeugen des Neolithikums finden wir auch hierzulande.
Einer der eindrucksvollsten dieser mythischen Steine ist der christianisierte Pierre des Douzes Apôtres in Lothringen, im Pays de Bitche (Bitscherland) bei Goetzenbruck in der Commune de Meisenthal.
Der Zwölfapostelstein (Les Douze Apotres), auch Breitenstein genannt, ein christianisierter Menhir markiert seit altersher bei Goetzenbruck (Department Moselle, 57) die Grenze zwischen Lothringen und dem Elsaß.
Und wenn man schon mal grade in der Gegend ist, dann sei ein Abstecher zum Internationalen Glaskunstzentrum in Meisenthal empfohlen.
Auch in der Region finden wir bei Blieskastel im Saar-Pfalz-Kreis mit dem Gollenstein gar Europas größten Menhir.
Der Gollenstein ist etwa 4.000 Jahre alt.
Tja, fast 4.000 Jahre blieb der Gollenstein unversehrt, doch nach Beginn des Zweiten Weltkrieges befürchteten Offiziere der Wehrmacht, er könnte aufgrund seiner exponierten Stellung in der Landschaft als Richtpunkt für die französische Artillerie dienen. Daraufhin legten Pioniere den Gollenstein im Jahre 1939 nieder. Die Soldaten richteten dafür eine mit Stroh gefüllte Grube her, die jedoch zu kurz berechnet war. Beim Umlegen riss das Seil, so dass der Stein stürzte, dabei auf der Kante der zu kurzen Grube aufschlug und in vier große und einige kleine Teile zerbrach. Auf Betreiben des Bürgermeisters Alfons Dawo wurden im November 1951 die Teile mit Beton – wegen der breiten Fugen nicht ganz fachmännisch – wieder zusammengesetzt und der Gollenstein erneut aufgerichtet.
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Freitag, 4. Juli 2014
Montag, 28. April 2014
Osterausflüge in der Pfalz, in Lothringen und im Elsaß
Dörrenbach, das Dornröschen der Pfalz
Dörrenbach - Das Dornröschen der Pfalz by Franz Roth
Internationales Glaskunst-Zentrum in Meisenthal (Pays de Bitche)
Meisenthal - Internationales Glaskunstzentrum - Pays de Bitche by Franz Roth
Uttenhoffen im Elsaß
Die blauen Häuser des Hanauer Landes
Uttenhoffen - Die blauen Häuser des Hanauer Landes by Franz Roth
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