Freitag, 21. April 2017

Auf den Spuren der Zisterzienser


Die 1135 von Herzog Simon I. von Lothringen gegründete Zisterzienserabtei ist der eigentliche Ursprung der Ortschaft. Die Abtei Sturzelbronn hatte im Mittelalter weitreichende Besitzungen und Zehntrechte im Bitscher Land, das damals auch viele heute auf deutscher Seite liegende Ortschaften umfasste. 1799 wurde die Abtei aufgehoben.


Das Kloster "Mauri Monasterium" in Marmoutier im Elsaß wurde um das Jahr 590 gegründet. Es zählt zu den merowingischen Klöstern und war Reichsabtei.


Zisterzienser in der Pfalz - Eußerthal und Otterberg - vom ehemaligen Kloster Eußerthal in der Südpfalz ist nur noch die Klosterkirche erhalten. In Otterberg fanden dereinst wallonische Flüchtlinge Zuflucht in der aufgehobenen Abtei.


In der Nordpfalz


Unswre erste Etappe führt uns nach Otterberg mit der ehemaligen Abtei der Zibsterzienser, in der im 16. Jahrhundert Glaubensflüchtlinge aus der Wallonie Zuflucht gefunden hatten.


1579 siedelte der Pfälzer Kurfürst in der aufgehobenen Zisterzienserabtei Otterberg (bei Kaiserslautern) wallonische Flüchtlinge an, die die damaligen Spanischen Niederlande wegen ihres reformierten Glaubens verlassen mussten.

In Reipoltskirchen sehen wir die wahrscheinlich um 1198 entstandene besterhaltendste Wasserburg der Pfalz.


Und unserer weiterer Weg führt uns nach Meisenheim am Glan.


Die Stadt weist heute noch viel von seiner mittelalterlichen Bausubstanz auf, da sie als einzige der pfälzischen Städte in ihrer Geschichte von Kriegen und größeren Katastrophen verschont geblieben ist.



Freitag, 7. April 2017

Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim


Der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim (frz.: Parc Archéologique Européen de Bliesbruck-Reinheim) in der saarländischen Gemeinde Gersheim (Ortsteil Reinheim) und in der französischen Gemeinde Bliesbruck im Département Moselle (Lorraine, Lothringen, 57) ist ein grenzübergreifendes Projekt, das Ausgrabungen und Rekonstruktionen sowohl keltischer als auch römischer Funde mit Ausstellungs- und Schulungsräumen anbietet.

In diesem grenzüberschreitenden Archäologiepark werden seit 1987 auf der deutschen Seite die Reste einer römischen Villa und seit 1974 auf der französischen Seite eine gallo-römische Kleinstadtsiedlung freigelegt. Das Museum Jean Schaub in Reinheim zeigt in einer Ausstellung die Rekonstruktion der Villa sowie die zahlreichen Funde. Einzigartig ist die Nachbildung der hier entdeckten Grabhügel, darunter das Grab einer keltischen Fürstin, das rekonstruiert und für die Besucher geöffnet ist. Auf französischer Seite verdeutlicht die freigelegte und mit moderner Architektur rekonstruierte Thermenanlage den Luxus des römischen Alltagslebens.


Mittwoch, 22. März 2017

Biosphärenreservat Pfälzerwald erhält neue Kernzonen


Das Karlstal bei Trippstadt

Bislang 16 Kernzonen hatte das Biosphärenreservat Pfälzerwald, das Teil des grenzüberschreitenden Biosphärenresrvats Pfälzerwald-Nordvogesen ist. Das waren 2,1 Prozent der Gesamtfläche des Pfälzerwaldes. Auf Forderung der UNESCO werden die Flächen der Kernzonen nun auf 3 Prozent der Gesamtfläche um 1.493 Hektar auf insgesamt 5.355 Hektar erweitert. Das sind 13 weitere Kernzonen, in denen nicht in die Natur eingegriffen werden wird.




Auch bei Ludwigswinkel werden neue Flächen ausgewiesen werden.



Ein Foto und was draus wird ...


Und hier im Video:

Dienstag, 21. März 2017

An Westwall und Maginot-Linie - eine Spurensuche


Es ist nicht gerade einfach, in der Südwestpfalz noch die Zeugen zu finden für eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die Rede ist vom Westwall. Denn von dem ist nicht mehr viel zu finden. Man muss schon sehr gut ortskundig sein, um die gesprengten und mittlerweile von der Natur zurückeroberten Befestigungsanlagen noch zu finden.


Ganz anders sieht es jenseits der Grenze aus, beim ehemaligen "Gegnspieler", der französischen Maginot-Linie.


Sei es beispielsweise das Fort Casso ...


Fort Casso - 2014-07-04 - 02 von franz-roth-tv

... oder das Fort Four à Chaux in Lembach.

Maginot-Linie bei Lembach - Elsass from Franz Roth on Vimeo.


Unterwegs in der Eifel


Wir beginnen unseren kleinen Eifel-Ausflug mit der Burg Arras unweit Alf an der Mosel.


Die Vulkaneifel ist bekannt u.a. für ihre Maare. Vulkanseen.


Wir sehen sie auch im folgenden Clip.



Unterwegs in der Eifel: Die Klöster Himmerod und Springiersbach, die Maare (Totenmaar, Gemündener Maar, Holzmaar und Schalkenmehrener Maar) und die Feengrotte bei Bad Bertrich, die Städte Daun und Wittlich.

In Bad Bertrich finden wir die - neben Karlsbad in Tschechien - einzige Glaubersalzquelle Europas.


Kuranwendungen und Physiotherapie gehören natürlich auch zum Standard des Heilbades.



Wasseranwendungen und Thermalbad

In Wildparks, wie etwa bei Daun, kann man auch nicht-heimische beeindruckende Tiere bewundern.


Nicht mehr im eigentlichen Sinne zur Eifel gehört die Stadt Trier, bietet jedoch genügend Segenswertes, das einen Trip lohnt.

Bad Münster am Stein


Bad Münster am Stein-Ebernburg ist in Mineralheilbad und heilklimatischer Kurort in Rheinland-Pfalz. Es gehört seit 2014 als Stadtteil zu Bad Kreuznach. Die Stadr liegt zwischen 108 und 320 Metern über dem Meeresspiegel zu Füßen der Ebernburg in dem Porphyrbergland von Münster am Stein, ein Teil des Nordpfälzer Berglands, mit Wäldern und Weinbergen, umrahmt von den Felsmassiven des Rheingrafensteins und des Rotenfels an der Nahe.


Bad Münster am Stein from Franz Roth on Vimeo.

  
Der Rheingrafenstein


Am Ufer der Nahe

Im Ortsteil Ebernburg die gleichnamige Burg des Franz von Sickingen.


Sehenswert in Bad Kreuznach das Fausthaus und die Brückenhäuser über der Nahe.



Donnerstag, 2. März 2017

Der Westrich


Der (hist. auch das) Westrich ist eine Region in Südwestdeutschland und im nordöstlichen Frankreich. Der heutige Westrich hat keine klar umrissenen Grenzen. Er umfasst die westliche Pfalz, das östliche und südliche Saarland, das östliche Lothringen und das sog. "Krumme Elsaß".




Cabrioausflug Muttertag 10-05-2015 von franz-roth-tv

Donnerstag, 23. Februar 2017

Auf den Spuren des Franz von Sickingen


Auf der Burg Nanstein bei Landstuhl in der Pfalz steht er als Standbild auf dem Turm der Geschützbastion, der oft als der "letzte Ritter" bezeichnete Franz von Sickingen. Und am Aufgang zu seiner Stammburg, der Ebernburg bei Bad Münster an der Nahe, findet sich ein weiteres Standbild, das ihn gemeinsam mit seinem Freund, dem Humanisten Ulrich von Hutten zeigt.

Reichsritter Franz von Sickingen (* 2. März 1481 auf Burg Ebernburg über Bad Münster am Stein-Ebernburg; † 7. Mai 1523 auf Burg Nanstein über Landstuhl) war Anführer der rheinischen und schwäbischen Ritterschaft. In der Zeit des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit stritt er als Unterstützer von Anhängern der Reformation für die Säkularisation der kirchlichen Güter und führte seine Standesgenossen im Ritterkrieg an. Nach Belagerung und Übergabe seiner Burg Nanstein starb er dort an einer schweren Verwundung, die er bei der Beschießung erlitten hatte .

Das Adelsgeschlecht Sickingen stammte ursprünglich aus Sickingen im heute nordbadischen Kraichgau. Der Ort Sickingen wurde 1936 nach Flehingen eingemeindet, das heute ein Ortsteil von Oberderdingen ist.

(Quelle: Wikipedia)

Burgen des Franz von Sickingen - Nanstein und Drachenfels - auf Burg Nanstein fand Sickingen 1523 im sog. Ritterkrieg den Tod und der Drachenfels, an dem er einen Ganerbenanteil besaß, wurde in der Folge von den Siegern zerstört.


Die Ebernburg bei Bad Münster am Stein:


Die Freilichtbühne auf der Nanstein:

Mittwoch, 22. Februar 2017

Pfünz im Altmühltal


Die Römer in Pfünz - Auf den Spuren der Geschichte - Die oft als Römerbrücke bezeichnete Brücke über die Altmühl ist aus dem Mittelalter (schöner Platz übrigens für ein Picknick). Da sich aber der Ortsname Pfünz vom lateinischen Pons (Brücke) ableitet, ist davon auszugehen, dass sich hier auch bereits in der Römerzeit eine Brücke über den Fluß befunden hat. Und oberhalb von Pfünz befindet sich die Rekonstruktion eines Kastells, das hier einst der Sicherung des Limes diente. Und unten an der Bundesstraße halten zwei Legionäre (aus Bronze) noch immer die Wacht. Ein allseits beliebtes Fotomotiv.

Sonntag, 19. Februar 2017

Ludwigswinkel im Pfälzerwald - Erholung zu jeder Jahreszeit



Ludwigswinkel, unweit der französischen Grenze, hat dem Urlauber einiges zu bieten. Es gibt Badeseen, Barfußpfad, Minigolf und eine reichhaltige Gastronomie. Um nur einiges zu nennen. Und interessante Ausflugsziele in der näheren Umgebung.

Besonders die Naturfreunde kommen auf ihre Kosten und können zugleich viel Wissenswertes erfahren.


Zum Beispiel über die Wooge, wie die kleinen Waldweiher genannt werden. Dienten sie früher der Holztrift, so sind es heute meist Fischteiche. Viele sind aber auch aufgelassen und deswegen befasst sich ein Projekt der Universität Kaiserslautern mit ihrem Erhalt.

Beim Biosphärenhaus im benachbarten Fischbach finden Abenteuerlustige den Baumwipfelpfad. Ein Abenteuer für Jung und Alt in luftiger Höhe.



Dem kulturell interessierten sei im nahen Rumbach die Christuskirche aus dem 12. Jahrhundert mit ihren wunderbaren mittelalterlichen Fresken empfohlen.


Samstag, 18. Februar 2017

Die Altschloßfelsen und Eppenbrunn im Pfälzerwald


Die Altschloßfelsen bei Eppenbrunn, unweit der französischen Grenze, sind sicher mit seinen vielfältigen Verwitterungsformen des Buntsandsteins das beindrickendste Naturdenkmal des Pfälzerwaldes.

 




In Eppenbrunn selbst lädt der Kurpark zu einem Bummel ein.



Die Lourdes-Grotte bei Eppenbrunn


Die Lourdesgrotte in Eppenbrunn verdankt ihre Entstehung dem widerspenstigen Pfarrer Johannes Drauden und dem gewachsenen Sandstein, der das Landschaftsbild im Wasgau prägt.

Als 1933 Adolf Hitler an die Macht gekommen war, stellten die nationalsozialistischen Anhänger in Eppenbrunn ein großes Hakenkreuz auf dem südwestlich vom Ort gelegenen Berg auf, der auch heute noch von der älteren Bevölkerung "Hakenkreuz-Felsen" genannt wird.

Dieses Hakenkreuz war vom Dorf aus sehr gut zu sehen, sehr zum Ärgernis des damaligen Ortspfarrers Johannes Drauden, der unter dem Nationalsozialismus schwer zu leiden hatte und sich mit dem weithin sichtbaren symbolträchtigen Zeichen nicht abfinden wollte.

Während eines Krankenlagers kam ihm der Gedanke, als Gegenstück zum Hakenkreuz ein echtes Kreuz aufzustellen. Als Aufstellungsort wählte er einen Punkt, den er von seinem Krankenlager im Pfarrhaus aus einsehen konnte. Als die mit der Fertigung beauftragten Gebrüder Bender das Kreuz aufstellen wollten, stießen sie beim Wegräumen von Schutt und Geröll auf einen Felsen, der sich nach dem Freilegen als ideal zur Anlage einer Grotte anbot. Trotz der kirchenfeindlichen Politik der Nationalsozialisten fanden sich viele freiwillige Helfer bereit, an der Errichtung einer Grotte nach dem Vorbild von Lourdes (Frankreich) fleißig mitzuarbeiten. Und so entstand in den Jahren 1934/1935 die Grotte in ihrer heutigen Form. Dies war in der damaligen Zeit ein großes Wagnis und mit sehr großen Risiken verbunden. Umso mehr ist es als eine große Tat gelebten Glaubens zu werten.

Der Helmut-Kohl-Wanderweg


Zwischen Eppenbrunn im Pfälzerwald (Landkreis Südwestpfalz, Verbandsgemeinde Pirmasens-Land) und dem französischen Nachbarort Roppeviller verläuft der Helmut-Kohl-Wanderweg, den der ehemalige Bundeskanzler gerne und oft privat benutzt hat.

Eine Stippvisite lohnt auch der Ransbrunnerhof.


Und hier das Forsthaus Stüdenbach im Winter.


Zeugen der Geschichte

In den Wäldern finden wir auch die gesprengten Überreste des dunkelsten Kapitels unserer Geschichte, die ehemaligen Bunker des Westwalls, heute Biotope für seltene Tiere und Pflanzen.