Dienstag, 23. Mai 2017

Roadsterland Bretagne


Enge und kurvenreiche Sträßchen, die findet man allenthalben in der Bretagne. Nach solchen Straßen giert der Roadsterfahrer geradezu.


Es darf aber auch gerne ein etwas alltagstauglicherer Sportwagen sein. Und warum nicht ein Fahrzeug aus französischer Produktion?


Schade, dass beide Autos nicht mehr gebaut werden.

Apropos nicht mehr gebaut: Wir hatten uns nach unseren Roadstern für ein wendiges Franzosen-Cabrio entschieden. Dessen erste größere Reise ging in die Bretagne. Und nun wird er auch nicht mehr gebaut.


Auch unsere Rennmaschine Honda Integra Type R unternahm seine erste Langstrecke in die Bretagne. Wird auch nicht mehr gebaut.


Der Ria d'Étèl


Der Ria von Étèl ist ein kleiner Küstenfluß im Morbihan, der durch ein tiefes Tal fließt, und dessen Bett bei Flut vom Meer überschwemmt wird. Lagunen, unberührte Strände, Sümpfe und Austernbänke wechseln sich in diesem kleinen winkeligen Binnenmeer ab, das mit Inseln nur so übersät ist.


Saint-Cado im Ria d'Etel


Die frühere Templerkirche ist eine der wenigen romanischen Kirchen der Bretagne. Die Kapelle, der Kalvarienberg (Calvaire) und die kleinen Fischerhäuschen bieten einen reizvollen Anblick. Der Kalvarienberg wurde 1832 erbaut. Er ist über eine große Treppe zugänglich. Die Kapelle wurde im 11. Jahrhundert von Benediktinern aus Quimperle erbaut.



Austernbänke

Der Schiffsfriedhof von Étèl



Bis in die Mitte des 20. Jahrhundets (speziell aber zum Ende des 19. Jahrhundets) war Etel im bretonischen Department Morbihan eine Hochburg des Thunfischfangs. Eine riesige Flotte lag im Hafen. Auch heute noch wird von Etel aus nach Thun ausgefahren, wenn auch nicht mehr in der früheren Bedeutung. Über die Hochzeiten informiert das Museée des Thoniers im Ort. Und auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses Etel haben einige der alten Segelschiffe quasi eine letzte Ruhestätte, einen letzten Ankerplatz gefunden. Ein Schiffsfriedhof zeugt beeindruckend von der großen Vergangenheit. Es ist allerdings strengstens verboten, die verottenden Wracks zu betreten. Denn dabei bestünde Lebensgefahr.

Der kleine Fischerhafen Etel liegt an der Mündung des fjordartigen, 30 km tief ins Land einschneidenden Ria d'Etel. Die fischreiche Wasserwelt mit ihren Halbinseln und Inseln, darunter der zauberhaften Île St-Cado, kann uneingeschränkt als einer der schönsten Abschnitte der gesamten bretonischen Küste gelten. Selbst in der Hochsaison herrscht hier paradisiesche Stille.


Bretagne: Austern und Meeresfrüchte


Das wohl authentischste Meeresspeisen-Erlebnis in der Bretagne stellt die Meeresfrüchte-Platte ("Le plateau de fruits de mer") dar. Absolut frisch und kalt serviert werden die veschiedensten Muscheln und Schnecken sowie rosa und graue Crevetten, Langoustinen und ein Krebs ("tourteaux") und ergeben zusammen mit Mayonnaise, einer Portion Baguette und einem Muscadet ein köstliches, sinnliches Meeresspeisen-Erlebnis. Die Qualität dieser bretonischen Spezialität ist in der "charte du plateau de fruits de mer frais bretons", der Carta der frischen bretonischen Meeresfüchte-Platten genauestens in Bezug auf Frische, Vielfalt und Zusammenstellung geregelt. Auch werden die dieses "Gütesiegel" führenden Restaurants dort namentlich aufgeführt.

Cancale ist das Zentrum der bretonischen Austernzucht. Cancale liegt an der Spitze der Ile du Guesclin, unweit Saint-Malo.



Cancale liegt auf der Halbinsel du Guesclin. Hier ist auch einer unserer Lieblingsplätze in der Bretagne.

Ile du Guesclin und Pointe du Grouin - Unser Lieblingsplatz in der Bretagne:

Was man hier heute sieht ist ein Fort aus dem 18. Jahrhundert, das - wer sonst? - Vauban erbaut hat.

Seit 1026 bis zu ihrem Abriß durch Vauban stand hier eine Burg, die die Herren von Cancale hatten errichten lassen.

Der französische Chansonnier Léo Ferré erwarb im Jahr 1959 auf der Suche nach einem Ort, an dem er abgeschieden vom Trubel des öffentlichen Lebens arbeiten und seine Sehnsucht nach dem Meer stillen konnte, die Île du #Guesclin. Bis 1963 schuf er hier einige seiner bekanntesten Stücke wie Paname, Jolie môme und die Musik zu den Chansons d'Aragon, zehn Gedichten des Dichters Louis Aragon.

Das nach wie vor in Privatbesitz befindliche Fort (keine Besichtigung möglich!) ist nur bei Ebbe trockenen Fußes zu erreichen.

Die Pointe du Grouin ist die äußerste Landspitze. Die vorgelagerte Île des Landes ist ein Vogelschutzgebiet.


In der näheren Umgebung:

Dol de Bretagne und Umgebung: Mont-Dol, Le Vivier-sur-mer, Rotheneuf, Cherrueix - Le Vivier ist das Zentrum der bretonischen Muschelzucht an der Baie du Mont-Saint-Michel, Cherrueix sozusagen die Welthauptstadt der Strandsegler. Dol de Bretagne selbst mit seiner Kathedrale Saint-Samson ist ein alter Bischofssitz und auf dem nahen Mont Dol soll dereinst der Erzengel Michael mit dem Teufel gekämpft haben.


Sonntag, 21. Mai 2017

Die Normandie


Die Normandie ist das Land meiner Vorfahren: Hugenotten, die 1689 nach der Aufhebung des Ediktes von Nantes, das Religionsfreiheit gewährt hatte, aus dem Pays de Caux ausgewandert sind.



Reiseziel Normandie, Impressionen und Informationen - Travel-guide to Normandy in France - This french region is a very fascinating one,you'll find here places of medieval and modern history, beaches, seafood. Leisure and culture, very picuresque towns and villages. - Die Normandie am französischen Ärmelkanal ist eine der faszinierendsten und vielfältigsten Regionen Frankreichs. Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Von Wilhelm dem Eroberer bis zur alliierten Landung am 6. Juni 1944.


Die Schauplätze der alliierten Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 (D-Day). Wir besuchen auch den US-Soldatenfriedhof in Collevile-sur-mer (Beginn und Ende des Filmes "Der Soldat James Ryan" von Steven Spielberg) und den Friedenspark und deutschen Friedhof von La Cambe. In Courseul erinnert ein überdimensionales Lothringer Kreuz daran, daß hier General de Gaulle gelandet ist.

Die Pointe du Hoc wurde von amerikanischen Rangern mit Sturmleitern im verlustreichen Angriff genommen. Auch diese Episode des D-Day spielt bei "Saving Private James Ryan" eine Schlüsselrolle. Der alte Herr vor der Stele ist übrigens ein Veteran, der damals dabei war. Auch wenn die Gefechtsstellungen weitgehend gesprengt sind, so vermitteln sie dennoch ein Bild des ganzen Grauens der Kämpfe hier oben auf dem Felsplateau.

Aber am schrecklichsten sind unbestritten die Soldatenfriedhöfe aller Nationen. Besonders dann, wenn man sich die Lebensdaten der Gefallenen anschaut und dabei feststellt, dass ein 21-jähriger Leutnant, ein 25-jähriger Hauptmann oder ein 23-jähriger Unteroffizier zu den "Älteren" zählen! Unzählige Amerikaner und Deutsche starben Tage vor ihrem 17-ten (!!!) Geburtstag.



===> Mehr hier.

Montag, 15. Mai 2017

Unterwegs in Hohenlohe

   
Die Jagst bei Oberregenbach

Unterregenbach und seine gedeckte Holzbrücke

Die gedeckte Holzbrücke über die Jagst ist 60 m lang und 4,75 m breit. Sie wurde 1821/22 errichtet, um Fußgängern und Pferdefuhrwerken bei Hochwasser den Umweg über #Oberregenbach zu ersparen. Nach fast 100-jähriger Nutzung drohte die Brücke Anfang des 20. Jahrhunderts einzustürzen, da schwere Fuhrwerke das Bauwerk zu stark belastet hatten. Örtliche Zimmerleute reparierten die Brücke jedoch. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges richteten anrückende amerikanische Soldaten schwere Schäden an der Brücke an, so dass 1958 eine umfassende Renovierung erfolgte, bei der die gesamte Holzkonstruktion erneuert und die Tragfähigkeit auf 9 t erhöht wurde.


Langenburg

Unterregenbach und Oberregenbach gehören zu Langenburg, der Residenzstadt der Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg.


Sehenswert das Deutsche Automuseum im ehemaligen Marstall des Schlosses.

Öhringen

Eine weitere hohenlohische Residenz ist Öhringen.


Kloster Schöntal

In Kloster Schöntal ist Götz von Berlichingen beigesetzt, der "Ritter mit der Eisernen Hand". Sehenswert die barocke Klosterkirche.


Ein Must-See: Dornum in Ostfriesland


Am historischen Marktplatz

Dornum gehört zu unseren Lieblingsorten an der ostfriesischen Küste. Dornum ist sehr pittoresk mit seinen beiden Burgen, der Beningaburg und der Norderburg, der neuen Burg, und im Gegensatz zu den direkt an der Küste liegenden Orten auch in der Hochsaison nicht überlaufen.



Von den ursprünglich drei auf dem Gemeindegebiet errichteten Burgen sind zwei bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. Die Beningaburg soll der Legende nach zwischen 1375 und 1380 von Häuptling Olde Hero Attena (von Dornum) als Wasserburg errichtet worden sein. Sie wurde in der Sächsischen Fehde zerstört, anschließend aber wieder aufgebaut. Durch Heirat fiel sie später an die Familie Beninga, die dem Bauwerk ihren Namen gab. Heute befindet sich in dem Bauwerk ein Restaurant. Im Ahnensaal der Burg sind historische Gemälde der Beningas zu besichtigen.

Das Wasserschloß in Dornum (Bilder oben), die Norderburg, wurde ebenso wie die Beningaburg wahrscheinlich im 14. Jahrhundert von Olde Hero von Dornum erbaut. Die Norderburg wurde 1514 – wie auch die übrigen Dornumer Burgen – im Zuge der Sächsischen Fehde zerstört, 1534 wieder aufgebaut. Das Gemäuer wechselte in den folgenden Jahrhunderten mehrfach den Besitzer. 1942 ging das Schloss schließlich in staatliches Eigentum über. 1951 wurde die Norderburg in eine Realschule umgewandelt. Die Räumlichkeiten des Bauwerks mit dem restaurierten zweigeschossigen Rittersaal, der unter anderem zwei Familienporträts der einst hier residierenden Häuptlingsfamilie von Closter beherbergt, sind nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen. In den Sommerferien wird das Schloss für Ausstellungen, Konzerte und Ritterspiele genutzt. Wegen des Schulbetriebs sind Besichtigungen zu bestimmten Zeiten möglich.

Nicht mehr erhalten ist die in der Sächsischen Fehde zerstörte Westerburg. Sie wurde als einzige nicht wiedererrichtet.


In der Gedenkstätte Synagoge Dornum ist eine Dauerausstellung zum jüdischen Leben in Ostfriesland untergebracht. Sie gliedert sich in die Bereiche „Geschichte“, „Kultur“ und „Religion“. Die Synagoge ist das einzige jüdische Gotteshaus in Ostfriesland, das nicht in der Reichspogromnacht zerstört wurde, da es bereits ein Jahr zuvor profaniert worden war. Die Synagoge in Dornum ist die einzige erhaltene und öffentlich zugängliche in Ostfriesland.

Dornum im Video:


Zu den international bekanntesten Personen aus Dornum gehören Miene Schönberg (bekannt als Minnie Marx, 1865–1929), die Mutter der Marx Brothers, und ihr Bruder Albert Schönberg (bekannt als Al Shean, 1868–1949), mit dessen Hilfe die fünf Brüder ins Showgeschäft gelangten.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Die Mardellen von Vinningen auf der Hackmesserseite in der Südwestpfalz


Was sind Mardellen?

Mardellen sind natürliche Absenkungen auf Hochflächen. Die Dolinen sind meist wassergefüllt und sumpfig. Die Mardellen von Vinningen im Landkreis Südwestpfalz liegen am Ortsrand Richtung Obersimten auf den Äckern der Hochebene. Vinningen liegt am Rand des Pfälzerwalds auf der Hackmesserseite. Der Name der Hackmesserseite rührt daher, daß in der Französischen Revolution eine Reihe der Dörfer in dieser Grenzregion zu Frankreich sich dem französischen Staat als zugehörig erklärt hatten. Zum Dank erhielten sie dafür eine Guillotine, im Volksmund "Hackmesser" genannt.

So sahen die Mardellen im Jahr 2009 aus:


Die Mardellen von Vinningen im Jahr 2009 von franz-roth-tv

Die Vinninger Mardellen im Jahr 2013:


So von Zeit zu Zeit besucht uns in unserem Garten (ca. 4 Kilometer entfernt) auch mal ein Bewohner der Mardellen.


Im Jahr 1212 erstmals urkundlich erwähnt, lassen sich in und um Vinningen bis ins 5. Jahrhundert fränkische Siedlungsspuren zurückverfolgen. Und auch heute hat Vinningen einige Schätzchen zu bieten. So wie etwa das "Haus am Lindenbrunnen" in der historischen Ortsmitte, ein liebevoll renoviertes Fachwerkhaus.


Benannt ist das Haus nach dem direkt nebenan liegenden Lindenbrunnen, der auch unter einer alten Linde angelegt ist. Der plätschernde Brunnen (in Sandstein gefasst, dem typischen Stein der Region) lädt zum Verweilen ein.


Mittwoch, 10. Mai 2017

Auf den Spuren der Römer


Oben: Das Kastell Biriciana in Weißenburg in Bayern, die bedeutendste Ausgrabung aus römischer Zeit im süddeutschen Raum. Sehenswert auch die Thermen (nachstehende Fotos).

  

Auf den Spuren der Geschichte im Naturpark Altmühltal

Auf den Spuren von Römern und Kelten im Naturpark Altmühltal. Wir besuchen den Römerturm bei Erkertshofen (Markt Thalmässing, Mittelfranken, Landkreis Roth), eine Rekonstruktion eines Wachturms des rätischen Limes. Bei Landersdorf ist die Nachbildung eines Keltendorfes zu finden sowie Grabhügel aus der Hallstattzeit. Dann besuchen wir Pfünz mit seiner alten Brücke und die Rekonstruktion des dortigen römischen Kastells. Mauerreste und Wallanlagen sind zum Teil noch original. Die Brücke von Pfünz wird oft Römerbrücke genannt, sie stammt aber aus dem Mittelalter und gehört zu den ältesten Steinbrücken Bayerns. Da sich der Name Pfünz aber vom lateinischen Pons (die Brücke) ableitet ist davon auszugehen, dass sich hier schon in der Römerzeit eine Brücke über die Altmühl befunden hat.


Auf den Spuren der Geschichte im Naturpark Altmühltal by Franz Roth

Auf den Spuren der Römer im Saarland und in Lothringen

   

Das Römermuseum in Schwarzenacker (Homburg, Saar-Pfalz-Kreis)


Das Römermuseum Schwarzenacker ist ein archäologisches Freilichtmuseum im Stadtteil Schwarzenacker der Stadt Homburg im Saar-Pfalz-Kreis.

Infos: http://www.roemermuseum-schwarzenacker.de/


Der Europäische Archäologiepark Bliesbruck-Reinheim


Der Kultur- und Archäologiepark (frz.: Parc Archéologique Européen de Bliesbruck-Reinheim) erstreckt sich beidseits der deutsch-französischen Grenze zwischen den Orten Reinheim (Saarland) und Bliesbruck (Département Moselle).

Infos: http://www.europaeischer-kulturpark.de/

Die Römer in der Provence


Der Pont du Gard unweit Remoulins in der südfranzösischen Provence war der größte römische Aquädukt. Und in der Nähe von Saint-Remy-de-Provence befindet sich die sehenswerte römische Stadt Glanum.



Gallo-römische Thermen in Mackwiller im Elsaß

     

Ganz zuletzt begeben wir uns noch nach Österreich, ins Burgenland, und besuchen die Römerstadt Petronell Carnuntum.


Petronell Carnuntum im niederösterreichischen Bezirk Bruck an der Leitha - Römerstadt - Im Altertum waren das Militärlager und die Zivilstadt von Carnuntum Teil der römischen Provinz Pannonien. Die ältesten archäologischen Zeugnisse aus römischer Zeit datieren in die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. Nach Errichtung eines provisorischen Winterlagers unter dem damaligen Feldherrn und späteren Kaiser Tiberius (14–37) entstanden zur Regierungszeit des Claudius (41–54) ein festes Holz-Erde-Lager und zwei Zivilsiedlungen. Zu Beginn des 2. Jahrhunderts lebten dort bereits rund 50.000 Menschen. Das Legionslager wurde um 100 n. Chr. in Stein umgebaut.