Montag, 26. Juni 2017

Impressionen aus Jever


Das Glockenspiel zu Jever in Friesland zeigt die Geschichte der Stadt anhand bedeutender Persönlichkeiten: Von Fräulein Maria bis zu Katharina der Großen.


In der Altstadt:



Impressionen aus Leer


Die Evenburg in Leer - Die Evenburg ist ein Wasserschloss im Leeraner Ortsteil Loga unweit der Leda.


Der Plytenberg in Leer - Der Plytenberg ist ein künstlich aufgeworfener ovaler Erdhügel am Ortsrand von Leer in Ostfriesland nahe der Ems (etwa 9 m hoch – Durchmesser von 62 auf 56 m). Er diente vermutlich im 15. Jahrhundert als Aussichtshügel für die Festung Leerort.


Impressionen aus der Altstadt:



Donnerstag, 8. Juni 2017

Leer - Das Tor Ostfrieslands


Durch ihren Seehafen ist die an Ems und Leda gelegene Stadt seit Jahrhunderten vom Handel und der Seefahrt geprägt. Sie ist einer der größten deutschen Reederei-Standorte.


Und auch das finden wir in Leer: Den Plytenberg, Ostfrieslands höchsten Berg.


Der Plytenberg ist ein künstlich aufgeworfener ovaler Erdhügel am Ortsrand von Leer in Ostfriesland nahe der Ems (etwa 9 m hoch – Durchmesser von 62 auf 56 m). Er diente vermutlich im 15. Jahrhundert als Aussichtshügel für die Festung Leerort. Frühere Vermutungen, beim Plytenberg handele es sich um das Grab eines Wikingerhäuptlings oder um ein Seezeichen, haben sich aufgrund von archäologischen Untersuchungen Anfang der 1990er Jahre als falsch erwiesen. Einer alten Volkssage nach soll einst ein Riese einen Sack voll Erde an der Stelle verloren haben, die jetzt der Plytenberg ist. Er beherbergte einem modernen, von Albrecht Janssen verfassten Volksmärchen nach auch die so genannten Erdmantjes. Die Erdmantjes (auch Eerdmantjes) sind Figuren der friesischen Mythologie. Der ostfriesischen Schriftsteller Albrecht Janssen verfasste nach der Sage das gleichnamige Kunstmärchen im Jahr 1926. Danach lebten die Erdmantjes im Plytenberg in Leer und bewachten dort das Gold und das Grab des letzten Friesenkönigs Radbod. Nachts halfen sie den Menschen und erledigten unerkannt Arbeiten, bis eines Tages ein Bauer den Schatz rauben wollte und ein Loch in den Hügel grub. Den Erdmantjes gelang es zwar, den Menschen zu vertreiben, aber trotzdem beschlossen sie, mit dem Schatz über die Ems zu fliehen. Bei der Flucht kenterte der Kahn und die Erdmantjes ertranken mitsamt dem Schatz von König Radbod im Fluss. Heute ist das Erdmantje Plietje das Maskottchen der Stadt Leer.


Jever, die "Perle Frieslands"


Jever, die "Perle Frieslands" - Ein Bummel durch die Altstadt, an einem leider regnerischen Tag. Wir beobachten einen Pfau vor dem Schloß und besuchen den Marienturm in Sande, einziges Überbleibsel einer ehemaligen Burg des sagenumwobenen Fräuleins Maria von Jever.




Donnerstag, 1. Juni 2017

Stauferpfalzen: Bad Wimpfen und Kaiserslautern


Im Jahr 1182 wird ein Aufenthalt Kaiser Friedrich Barbarossas in Wimpfen vermutet. Sein staufisches Reich wurde dezentral verwaltet. Die Staufer errichteten an vielen Orten ihres Reiches sogenannte Kaiserpfalzen. Das sind große, bewehrte Burganlagen, in denen die Kaiser Hof hielten und Recht sprachen. Die Pfalz Wimpfen wurde auf dem zum Kraichgau ansteigenden Bergrücken oberhalb der Siedlung im Tal errichtet, wo sich zuvor nur eine unbedeutende kleinere Siedlung befunden hatte. Die Pfalz und die sie umgebende Siedlung wuchsen in der Folgezeit stark an, so dass das staufische Wimpfen am Berg rasch stärker an Bedeutung gewann als die ungleich ältere Talstadt. Um das Jahr 1200 datieren die meisten der heute noch erhaltenen Bauten der Kaiserpfalz. Dazu gehört auch das Wahrzeichen der Stadt, der 58 Meter hohe Blaue Turm, der als westlicher Bergfried errichtet wurde und bis ins frühe 20. Jahrhundert als Wachturm diente. Die Stauferpfalz in Wimpfen ist die größte erhaltene Königspfalz nördlich der Alpen.


Wie vier weitere deutsche Städte nennt sich Kaiserslautern in der Pfalz Barbarossastadt. Und der staufische Kaiser hielt sich hier auch gerne auf. Schon um das Jahr 1100 ließen die Salier hier eine Burg errichten, die Friedrich I. Barbarossa zu einer prächtigen Pfalz ausbauen ließ. Die Kaiserpfalz (im Volksmund auch Barbarossaburg genannt) lag in der Stadtmitte von Kaiserslautern, direkt unterhalb der Stelle, wo sich heute das neue Rathaus befindet.


Mittwoch, 31. Mai 2017

Wilhelmshaven - Ein Städteportrait


An der Südstrandpromenade



Wann immer wir uns an der Nordsee aufhalten besuchen wir auch Wilhelmshaven, seit den Zeiten Wilhelms II. Deutschlands bedeutendster Marinestützpunkt.

Wilhelmshaven - Ein Städteportrait from Franz Roth on Vimeo.



Unser Tipp für Fischfreunde:


Dienstag, 23. Mai 2017

Roadsterland Bretagne


Enge und kurvenreiche Sträßchen, die findet man allenthalben in der Bretagne. Nach solchen Straßen giert der Roadsterfahrer geradezu.


Es darf aber auch gerne ein etwas alltagstauglicherer Sportwagen sein. Und warum nicht ein Fahrzeug aus französischer Produktion?


Schade, dass beide Autos nicht mehr gebaut werden.

Apropos nicht mehr gebaut: Wir hatten uns nach unseren Roadstern für ein wendiges Franzosen-Cabrio entschieden. Dessen erste größere Reise ging in die Bretagne. Und nun wird er auch nicht mehr gebaut.


Auch unsere Rennmaschine Honda Integra Type R unternahm seine erste Langstrecke in die Bretagne. Wird auch nicht mehr gebaut.


Der Ria d'Étèl


Der Ria von Étèl ist ein kleiner Küstenfluß im Morbihan, der durch ein tiefes Tal fließt, und dessen Bett bei Flut vom Meer überschwemmt wird. Lagunen, unberührte Strände, Sümpfe und Austernbänke wechseln sich in diesem kleinen winkeligen Binnenmeer ab, das mit Inseln nur so übersät ist.


Saint-Cado im Ria d'Etel


Die frühere Templerkirche ist eine der wenigen romanischen Kirchen der Bretagne. Die Kapelle, der Kalvarienberg (Calvaire) und die kleinen Fischerhäuschen bieten einen reizvollen Anblick. Der Kalvarienberg wurde 1832 erbaut. Er ist über eine große Treppe zugänglich. Die Kapelle wurde im 11. Jahrhundert von Benediktinern aus Quimperle erbaut.



Austernbänke

Der Schiffsfriedhof von Étèl



Bis in die Mitte des 20. Jahrhundets (speziell aber zum Ende des 19. Jahrhundets) war Etel im bretonischen Department Morbihan eine Hochburg des Thunfischfangs. Eine riesige Flotte lag im Hafen. Auch heute noch wird von Etel aus nach Thun ausgefahren, wenn auch nicht mehr in der früheren Bedeutung. Über die Hochzeiten informiert das Museée des Thoniers im Ort. Und auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses Etel haben einige der alten Segelschiffe quasi eine letzte Ruhestätte, einen letzten Ankerplatz gefunden. Ein Schiffsfriedhof zeugt beeindruckend von der großen Vergangenheit. Es ist allerdings strengstens verboten, die verottenden Wracks zu betreten. Denn dabei bestünde Lebensgefahr.

Der kleine Fischerhafen Etel liegt an der Mündung des fjordartigen, 30 km tief ins Land einschneidenden Ria d'Etel. Die fischreiche Wasserwelt mit ihren Halbinseln und Inseln, darunter der zauberhaften Île St-Cado, kann uneingeschränkt als einer der schönsten Abschnitte der gesamten bretonischen Küste gelten. Selbst in der Hochsaison herrscht hier paradisiesche Stille.


Bretagne: Austern und Meeresfrüchte


Das wohl authentischste Meeresspeisen-Erlebnis in der Bretagne stellt die Meeresfrüchte-Platte ("Le plateau de fruits de mer") dar. Absolut frisch und kalt serviert werden die veschiedensten Muscheln und Schnecken sowie rosa und graue Crevetten, Langoustinen und ein Krebs ("tourteaux") und ergeben zusammen mit Mayonnaise, einer Portion Baguette und einem Muscadet ein köstliches, sinnliches Meeresspeisen-Erlebnis. Die Qualität dieser bretonischen Spezialität ist in der "charte du plateau de fruits de mer frais bretons", der Carta der frischen bretonischen Meeresfüchte-Platten genauestens in Bezug auf Frische, Vielfalt und Zusammenstellung geregelt. Auch werden die dieses "Gütesiegel" führenden Restaurants dort namentlich aufgeführt.

Cancale ist das Zentrum der bretonischen Austernzucht. Cancale liegt an der Spitze der Ile du Guesclin, unweit Saint-Malo.



Cancale liegt auf der Halbinsel du Guesclin. Hier ist auch einer unserer Lieblingsplätze in der Bretagne.

Ile du Guesclin und Pointe du Grouin - Unser Lieblingsplatz in der Bretagne:

Was man hier heute sieht ist ein Fort aus dem 18. Jahrhundert, das - wer sonst? - Vauban erbaut hat.

Seit 1026 bis zu ihrem Abriß durch Vauban stand hier eine Burg, die die Herren von Cancale hatten errichten lassen.

Der französische Chansonnier Léo Ferré erwarb im Jahr 1959 auf der Suche nach einem Ort, an dem er abgeschieden vom Trubel des öffentlichen Lebens arbeiten und seine Sehnsucht nach dem Meer stillen konnte, die Île du #Guesclin. Bis 1963 schuf er hier einige seiner bekanntesten Stücke wie Paname, Jolie môme und die Musik zu den Chansons d'Aragon, zehn Gedichten des Dichters Louis Aragon.

Das nach wie vor in Privatbesitz befindliche Fort (keine Besichtigung möglich!) ist nur bei Ebbe trockenen Fußes zu erreichen.

Die Pointe du Grouin ist die äußerste Landspitze. Die vorgelagerte Île des Landes ist ein Vogelschutzgebiet.


In der näheren Umgebung:

Dol de Bretagne und Umgebung: Mont-Dol, Le Vivier-sur-mer, Rotheneuf, Cherrueix - Le Vivier ist das Zentrum der bretonischen Muschelzucht an der Baie du Mont-Saint-Michel, Cherrueix sozusagen die Welthauptstadt der Strandsegler. Dol de Bretagne selbst mit seiner Kathedrale Saint-Samson ist ein alter Bischofssitz und auf dem nahen Mont Dol soll dereinst der Erzengel Michael mit dem Teufel gekämpft haben.


Sonntag, 21. Mai 2017

Die Normandie


Die Normandie ist das Land meiner Vorfahren: Hugenotten, die 1689 nach der Aufhebung des Ediktes von Nantes, das Religionsfreiheit gewährt hatte, aus dem Pays de Caux ausgewandert sind.



Reiseziel Normandie, Impressionen und Informationen - Travel-guide to Normandy in France - This french region is a very fascinating one,you'll find here places of medieval and modern history, beaches, seafood. Leisure and culture, very picuresque towns and villages. - Die Normandie am französischen Ärmelkanal ist eine der faszinierendsten und vielfältigsten Regionen Frankreichs. Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Von Wilhelm dem Eroberer bis zur alliierten Landung am 6. Juni 1944.


Die Schauplätze der alliierten Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 (D-Day). Wir besuchen auch den US-Soldatenfriedhof in Collevile-sur-mer (Beginn und Ende des Filmes "Der Soldat James Ryan" von Steven Spielberg) und den Friedenspark und deutschen Friedhof von La Cambe. In Courseul erinnert ein überdimensionales Lothringer Kreuz daran, daß hier General de Gaulle gelandet ist.

Die Pointe du Hoc wurde von amerikanischen Rangern mit Sturmleitern im verlustreichen Angriff genommen. Auch diese Episode des D-Day spielt bei "Saving Private James Ryan" eine Schlüsselrolle. Der alte Herr vor der Stele ist übrigens ein Veteran, der damals dabei war. Auch wenn die Gefechtsstellungen weitgehend gesprengt sind, so vermitteln sie dennoch ein Bild des ganzen Grauens der Kämpfe hier oben auf dem Felsplateau.

Aber am schrecklichsten sind unbestritten die Soldatenfriedhöfe aller Nationen. Besonders dann, wenn man sich die Lebensdaten der Gefallenen anschaut und dabei feststellt, dass ein 21-jähriger Leutnant, ein 25-jähriger Hauptmann oder ein 23-jähriger Unteroffizier zu den "Älteren" zählen! Unzählige Amerikaner und Deutsche starben Tage vor ihrem 17-ten (!!!) Geburtstag.



===> Mehr hier.

Montag, 15. Mai 2017

Unterwegs in Hohenlohe

   
Die Jagst bei Oberregenbach

Unterregenbach und seine gedeckte Holzbrücke

Die gedeckte Holzbrücke über die Jagst ist 60 m lang und 4,75 m breit. Sie wurde 1821/22 errichtet, um Fußgängern und Pferdefuhrwerken bei Hochwasser den Umweg über #Oberregenbach zu ersparen. Nach fast 100-jähriger Nutzung drohte die Brücke Anfang des 20. Jahrhunderts einzustürzen, da schwere Fuhrwerke das Bauwerk zu stark belastet hatten. Örtliche Zimmerleute reparierten die Brücke jedoch. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges richteten anrückende amerikanische Soldaten schwere Schäden an der Brücke an, so dass 1958 eine umfassende Renovierung erfolgte, bei der die gesamte Holzkonstruktion erneuert und die Tragfähigkeit auf 9 t erhöht wurde.


Langenburg

Unterregenbach und Oberregenbach gehören zu Langenburg, der Residenzstadt der Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg.


Sehenswert das Deutsche Automuseum im ehemaligen Marstall des Schlosses.

Öhringen

Eine weitere hohenlohische Residenz ist Öhringen.


Kloster Schöntal

In Kloster Schöntal ist Götz von Berlichingen beigesetzt, der "Ritter mit der Eisernen Hand". Sehenswert die barocke Klosterkirche.


Ein Must-See: Dornum in Ostfriesland


Am historischen Marktplatz

Dornum gehört zu unseren Lieblingsorten an der ostfriesischen Küste. Dornum ist sehr pittoresk mit seinen beiden Burgen, der Beningaburg und der Norderburg, der neuen Burg, und im Gegensatz zu den direkt an der Küste liegenden Orten auch in der Hochsaison nicht überlaufen.



Von den ursprünglich drei auf dem Gemeindegebiet errichteten Burgen sind zwei bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. Die Beningaburg soll der Legende nach zwischen 1375 und 1380 von Häuptling Olde Hero Attena (von Dornum) als Wasserburg errichtet worden sein. Sie wurde in der Sächsischen Fehde zerstört, anschließend aber wieder aufgebaut. Durch Heirat fiel sie später an die Familie Beninga, die dem Bauwerk ihren Namen gab. Heute befindet sich in dem Bauwerk ein Restaurant. Im Ahnensaal der Burg sind historische Gemälde der Beningas zu besichtigen.

Das Wasserschloß in Dornum (Bilder oben), die Norderburg, wurde ebenso wie die Beningaburg wahrscheinlich im 14. Jahrhundert von Olde Hero von Dornum erbaut. Die Norderburg wurde 1514 – wie auch die übrigen Dornumer Burgen – im Zuge der Sächsischen Fehde zerstört, 1534 wieder aufgebaut. Das Gemäuer wechselte in den folgenden Jahrhunderten mehrfach den Besitzer. 1942 ging das Schloss schließlich in staatliches Eigentum über. 1951 wurde die Norderburg in eine Realschule umgewandelt. Die Räumlichkeiten des Bauwerks mit dem restaurierten zweigeschossigen Rittersaal, der unter anderem zwei Familienporträts der einst hier residierenden Häuptlingsfamilie von Closter beherbergt, sind nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen. In den Sommerferien wird das Schloss für Ausstellungen, Konzerte und Ritterspiele genutzt. Wegen des Schulbetriebs sind Besichtigungen zu bestimmten Zeiten möglich.

Nicht mehr erhalten ist die in der Sächsischen Fehde zerstörte Westerburg. Sie wurde als einzige nicht wiedererrichtet.


In der Gedenkstätte Synagoge Dornum ist eine Dauerausstellung zum jüdischen Leben in Ostfriesland untergebracht. Sie gliedert sich in die Bereiche „Geschichte“, „Kultur“ und „Religion“. Die Synagoge ist das einzige jüdische Gotteshaus in Ostfriesland, das nicht in der Reichspogromnacht zerstört wurde, da es bereits ein Jahr zuvor profaniert worden war. Die Synagoge in Dornum ist die einzige erhaltene und öffentlich zugängliche in Ostfriesland.

Dornum im Video:


Zu den international bekanntesten Personen aus Dornum gehören Miene Schönberg (bekannt als Minnie Marx, 1865–1929), die Mutter der Marx Brothers, und ihr Bruder Albert Schönberg (bekannt als Al Shean, 1868–1949), mit dessen Hilfe die fünf Brüder ins Showgeschäft gelangten.