Samstag, 29. Juni 2019

Die Kirchen der ev.-luth. Kirchengemeinde Pakens-Hooksiel

Kirche von Wüppels

Kirche zum Heiligen Kreuz in Pakens

Anders als in den meisten Orten befindet sich die Hooksieler Kirche nicht im alten Ortskern von Hooksiel, sondern in der rund zwei Kilometer entfernten und wesentlich älteren Ortschaft Pakens.


Die Kirche zum Heiligen Kreuz im wangerländischen Dorf Pakens ist das Gotteshaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Pakens-Hooksiel. Die Kirche, die zu Beginn des Spätmittelalters im romanischen Baustil errichtet wurde, steht auf dem erhöhten Westende eines ehemaligen Seedeiches. Sie ist eine von dreizehn Stationen des Wangerländischen Pilgerweges.

Auf der Orgelempore befindet sich eine seltene Kostbarkeit – die Orgel. Unter Kennern bekannt und geschätzt, wurde sie von dem Hamburger Meister Joachim Richborn 1664 geliefert und von Ludewig Grimmes das Gehäuse samt Seitenflügel 1679 bemalt.

Die Dorfkirche von Wüppels


Eine der ältesten Kirchen Frieslands

Die Kirche Wüppels wurde im späten 13. Jahrhundert aus Backsteinen großen Formats (Klosterformat) auf einem Fundament aus unbehauenen Findlingen errichtet. Die breiten Fenster wurden nachträglich eingebrochen. Zusammen mit der Kirche bildeten einst das Pfarrhaus, die Schule und der Dorfkrug die Grundelemente eines gut organisierten Kirchspiels. Heute dienen diese Häuser anderen Zwecken, jedoch ist die besondere Atmosphäre eines über Jahrhunderte gut funktionierenden, bäuerlich geprägten Gemeinwesens erhalten geblieben.

Im Innern der Kirche befinden sich im Fußboden mit Adelswappen geschmückte Grabplatten, die allesamt den Familiennamen Fischhausen tragen. Es handelt sich um Steine dieser angesehenen Familie aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Gleich im Eingang hinter der Schwelle liegt eine Platte aus rotem Sandstein. Es ist der Deckel eines Steinsarges aus dem 13. Jahrhundert.

Sankt Jodocus in Sankt Joost


Frieslands kleinste Kirche

Die Gründung dieser Kirche geht nicht wie sonst im Lande üblich auf die Initiative der Dorfgemeinschaft zurück, es waren vielmehr die Herren zweier Güter, Hodens und Maisidden, die sich im 15. Jahrhundert hier eine Privatkapelle errichten ließen. Im Jahre 1497 wird sie als solche urkundlich erwähnt. Die ursprünglich mit flacher Holzbalkendecke versehene Kapelle wurde dann 1542 zur Pfarrkirche erhoben. Jodokus (Joost), ein bretonischer Fürstensohn des 7. Jahrhunderts und Schutzheiliger aller Reisenden, lieh der Kapelle als Kirchpatron seinen Namen. Die Kirche St.Joost gilt als Wahrzeichen friesischer Ziegelbaukunst. Der Choranbau mit seinen kleinen Fenstern wurde im 17. Jahrhundert angefügt. Der frei stehende Glockenturm aus Backstein und einem ziegelgedeckten Walmdach stammt aus dem Jahre 1773. Im Glockenturm hängen zwei Glocken von 1930 und 1962.



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