Donnerstag, 6. Mai 2021

Mitten in Friesland – Leben zwischen Geest und Meer


"Mitten in Friesland – Leben zwischen Geest und Meer" so ordnet sich die Gemeinde Sande geographisch ein. Sie liegt am Rande des Jeverlandes und zehn Kilometer südlich der Nordseestadt Wilhelmshaven. Die Gemeinde Sande grenzt im Norden an die Stadt Schortens, im Nordosten an die kreisfreie Stadt Wilhelmshaven, im Süden an die Gemeinde Zetel und im Westen an die Gemeinde Friedeburg. Die Gemeinde Sande besteht aus den fünf Ortsteilen Sande, Gödens, Neustadtgödens, Cäciliengroden, Mariensiel und Dykhausen.

Ems-Jade-Kanal, Marienturm und Küsteum in Sande

Der Ems-Jade-Kanal verbindet die Ems bei Emden in Ostfriesland mit dem Jadebusen bei Wilhelmshaven. Der Ems-Jade-Kanal wurde in den Jahren 1880 bis 1888 gebaut. Seine Entstehung verdankt er dem Wunsche Preußens, seinen als Exklave im damaligen Großherzogtum Oldenburg gelegenen Kriegshafen Wilhelmshaven über den Wasserweg mit dem preußischen Ostfriesland zu verbinden, wozu Wilhelmshaven seinerzeit politisch gehörte. Die schnell wachsende Stadt am Jadebusen versprach auch ein guter Markt für landwirtschaftliche Produkte, Baumaterial und Torf zu werden. Außerdem konnte der Kanal die Entwässerungsverhältnisse im höhergelegenen, inneren Teil Ostfrieslands verbessern, dessen Wasser er aufnahm und über den Emder Hafen in die Ems und über den Wilhelmshavener Hafen in den Jadebusen leitete.

Direkt neben dem Ems-Jade-Kanal liegt Altmarienhausen mit dem Marienturm, Sandes Wahrzeichen.


Das Anwesen Altmarienhausen befindet sich am Rande von Sande direkt am Ems-Jade-Kanal.

Schon 1564 ließ die Landesherrin Fräulein Maria von Jever in Marienhausen das „Grashus up dem Sande“ errichten, ein herrschaftliches Vorwerk, das sicher eingedeicht war und erfolgreich bewirtschaftet wurde. Zwischen 1568 und 1571 wurde auf dem Anwesen Marienhausen durch die Landesherrin Maria von Jever ein Schloss errichtet. Sie nutzte es als Sommerresidenz, um sich zu erholen und aufzuheitern. Wegen Baufälligkeit musste das Schloss 1822 ganz abgerissen werden. Der Marienturm stellt das Wahrzeichen der Gemeinde Sande dar.

Auf dem Gelände befinden sich neben dem Marienturm auch eine Scheune, welche ein Museum, das KÜSTEUM, mit einer Ausstellung zum Küstenschutz sowie zur Haus- und Landwirtschaft beherbergt. Ebenfalls ist eine historische Schmiede dort eingerichtet.

Am Fuße des Turmes wird das Café Marienstübchen betrieben. Im Marienstübchen gibt es allerlei zu Essen und Trinken.


Das Küsteum in Sande Altmarienhausen beherbergt eine interessante Küstenschutz-Ausstellung und viele Exponate aus der Haus- und Landwirtschaft sowie eine vollständig ausgestattete Schmiede, so wie sie in und um Sande in den vergangenen Jahrzehnten im Einsatz waren.


Die Schmiede „Eggers“: Eine große Besonderheit stellt die Museumsschmiede dar, die bereits mehr als 25 Jahre existiert und regelmäßig zu Schauzwecken in Betrieb genommen wird. Die Schmiede wurde der Gemeinde Sande mit allem Inventar von der Witwe Eggers gestiftet. Fast von Anfang an betreut Benno Willmann die Schmiede, in der er als Jugendlicher seine Lehre absolviert hatte. Sein damaliges Gesellenstück ist heute Bestandteil der Exponate! In den Sommermonaten kann man Benno und die anderen Museums-Schmiede an jedem Sonntag von 14:00 - 17:00 Uhr bei ihrer Arbeit beobachten.


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