Samstag, 14. August 2021

Im Dahner Felsenland

Kletterer am Jungfernsprung in Dahn


Dahn im Pfälzerwald - Dahn ist eine Stadt im Landkreis Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz) und gemessen an der Einwohnerzahl dessen viertgrößte Ortsgemeinde. Sie ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland, innerhalb derer sie sowohl hinsichtlich der Zahl der Einwohner als auch hinsichtlich der Fläche die größte Ortsgemeinde darstellt. Dahn ist ein staatlich anerkannter Luftkurort und gemäß Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen.


Die Ritter von Than waren als Lehnsleute des Fürstbischofs von Speyer über vierhundert Jahre lang die Herren des Orts; wie im Mittelalter häufig, wurde der bei der Burg gelegene Ort nach dem Geschlecht des – meist chronologisch ersten – Adelsgeschlechts benannt. Im 15. Jahrhundert wurde der sogenannte Vierherrenkrieg teilweise auf dem Territorium von Dahn ausgetragen. Seit dem Aussterben des Rittergeschlechts im Jahr 1603 bis zu den Französischen Revolutionskriegen (1792/97) war Dahn Sitz eines Amts des Hochstifts Speyer, über das zeitweise die Schenken von Waldenburg herrschten; bereits während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatte Dahn sich unter französischer Souveränität befunden.

Die einst vor Ort ansässige jüdische Gemeinde besaß eine Synagoge, die inzwischen nicht mehr existiert. Ihre Mitglieder wurden im nahen Busenberg beerdigt. Die erste Dahner Synagoge, um 1820 erbaut, wurde 1872/1873 durch eine neue ersetzt, die heute noch in ihrer Substanz als einzige im Wasgau erhalten ist. In Dahn bestand eine jüdische Gemeinde bis 1939. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18./19. Jahrhunderts zurück.

Die Dahner Burgengruppe bei der Stadt Dahn in Rheinland-Pfalz besteht aus den drei Felsenburgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein, das seltener auch Tannstein geschrieben wird. Sie sind auf einer langgestreckten Bergkuppe in einer Linie nebeneinander von Nordost nach Südwest aufgereiht.

Die katholische Pfarrkirche St.Laurentius ist im Zentrum von Dahn zu finden. Hoch über der Einkaufsstrasse thront das weithin sichtbare Gotteshaus. Es ist in einem hervorragenden Zustand. Einige recht schöne Stauen (Pieta, Marienstatue, St. Laurentius) zieren den Raum. Imposant ist auch die Orgel auf der Empore gegenüber dem modern gestalteten Altar.

Der Bärenbrunnerhof

Der Name entstand aus dem hier im Tal gelegenen Dorf "St. Bernhardsbrunn", das im 30-jährigen Krieg untergegangen war. Die Wiederbesiedlung gelang erst nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg.


1712 übernahm Nikolaus Lorch von Bergzabern den Hof und talabwärts die Mühle (sieht man auch im Video). Im Rahmen der Nationalgüterversteigerung wurde das Gut Ende des 18. Jahrhunderts an den amischen Mennoniten Friedrich Hage veräußert. Er zog aber schon 1803 nach Bayern.

Danach kaufte Jakob Rebholz aus Merzalben Hof und Mühle. Um 1830 kam Johannes Guth, ein Amischer vom Ransbrunnerhof als Pächter. 1913 erwarben seine Enkel Peter, Johannes und Heinrich Guth, Hof und Mühle. In der fünften inzwischen evangelisch gewordenen – Generation, stellte Peter Guth den Hof auf Biolandwirtschaft um.

Bundenthal und Bruchweiler-Bärenbach - Bundenthal ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. 1969 mit dem Nachbarort Bruchweiler-Bärenbach zur Ortsgemeinde Wieslautern zusammengelegt, wurde dies 1989 rückgängig gemacht und die Gemeinde Bundenthal in ihrer zuvor bestehenden Form wiederhergestellt.


Die vor rund 250 Jahren erbaute Kirche St. Peter und Paul, hoch auf der mächtigen, mittelalterlichen Friedhofsbefestigungsmauer, bestimmt das Ortsbild mit seinen schönen, historischen Gebäuden.

Die Geschichte des Dorfes Bundenthal ist eng mit der Benediktinerabtei Weißenburg im Elsaß verbunden, die zu den ältesten und mächtigsten Abteien Deutschlands zählte. Durch sie erfolgte die Besiedlung und Missionierung des Lautertales im 7., 8. und 9. Jahrhundert. Seit 1347 gehörte auch die Burg Berwartstein, zu deren Herrschaftsbereich Bundenthal gehörte, zum Besitz der Abtei Weißenburg.

Das Stiftskapitel von Weißenburg nahm 1785 die Wiederbegründung der Pfarrei Bundenthal vor. Das Pfarrhaus hat zur Erinnerung daran eine Kartusche über dem Eingang mit dem Peterschlüssel, dem C (Capitulum) und dem Baudatum 1786.

Das Wappen von Bundenthal zeigt im Wesentlichen das Wappen der Freiherrn von Waldenburg, den silbernen, dreilatzigen Turnierkragen auf blauem Grund im oberen Teil. In dem goldenen Feld unten wurde zusätzlich der rote Schlüssel als Emblem der Fürstabtei Weißenburg aufgenommen (Dr. v. Jan.). Bundenthal besteht aus dem alten Bundenthal, und Finsternheim. Bundenthal, links der Lauter, gehörte zur Burg und Herrschaft Berwartstein, der Nebenort Finsternheim, rechts der Lauter, zur Abtei Weißenburg. 1834 wurden beide zur Gemeinde Bundenthal zusammengelegt.

Die Lage des Dorfes an der Schnittstelle des Lautertals zum Sauertal hat Bundenthal schon vor rund 175 Jahren zu einem bedeutenden Handelsplatz gemacht. So fand damals um Johannis (24. Juni) der sog. „Sensenmarkt“ statt, damit sich die Bauern vor Erntebeginn mit neuen Gerätschaften eindecken konnten. Dieser traditionelle Markt findet seit 40 Jahren wieder alljährlich am letzten Wochenende im Juni statt und gehört bei Jung und Alt zu den beliebtesten Dorffesten des Dahner Felsenlandes.

Bruchweiler-Bärenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz, die 1828 durch Zusammenlegung der Gemeinden Bruchweiler und Bärenbach entstand. Baulich sind diese inzwischen zusammengewachsen; entsprechend ist eine räumliche Trennung nicht mehr möglich. Ebenso ist die Gemeinde in südlicher Richtung mit dem Nachbarort Bundenthal von der Bebauung her zusammengewachsen.

Fischbach bei Dahn - Streetview - Biosphärenhaus - Baumwipfelpfad


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen