Montag, 16. August 2021

Im Herzen des Pfälzerwaldes

In der Karlstalschlucht bei Trippstadt

Vom Aschbacherhof durch das Hirschsprungtal zum Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz


Der Aschbacherhof liegt südlich von Kaiserslautern und nördlich von Trippstadt im Pfälzerwald auf einer kleinen Anhöhe über dem Wiesengrund des Aschbachtals. Die Lage auf einer Anhöhe gilt als Zeichen für das hohe Alter des Weilers. Von der einstigen Dorfsiedlung sind nur noch wenige Häuser erhalten.

Auf die einst größere Bedeutung der Siedlung verweist heute noch der Turm der spätgotischen ehemaligen Kirche St. Blasius aus dem späten 14. Jahrhundert, der Anklänge an einen Wehrturm aus der Zeit der Romanik erkennen lässt; vom Rest der Kirche ist nichts erhalten. Urkundlich ist die Siedlung als „Aspach“ 1215 zum ersten Mal erwähnt. Sie bildete den Pfarrsitz der Herrschaft Wilenstein in der Grafschaft Falkenstein, deren Burg Wilenstein gut 4 km südlich als teilrestaurierte Ruine oberhalb des Karlstals bei Trippstadt erhalten ist.

Durch Kauf gelangte der Aschbacherhof 1719 an den kurpfälzischen Oberstjägermeister Freiherr Ludwig Anton von Hacke (1682–1752); im Besitz seiner auf Schloss Trippstadt residierenden Familie blieb der Weiler bis zum Ende der Feudalzeit. Nach der Französischen Revolution fiel er in den 1790er Jahren an Frankreich, 1816 an das Königreich Bayern.

Im Mittelpunkt des Pfälzerwaldes
Wo der Pfälzerwald seinen Namen erhielt

Wie eine Wegspinne liegt Johanniskreuz mitten im Herzen des Pfälzerwaldes.

Der Name des Fleckens soll auf Ritter Johannes von Wilenstein zurückgehen. Dieser war Lehnsherr auf der nahegelegenen Burg und ließ – angeblich widerrechtlich – 1269 auf einem damals bereits vorhandenen Flurkreuz, das den Herren von Hohenecken gehörte, sein Wappen als Grenzmarkierung einmeißeln. Des „Herrn Johanns Creutz“ wurde 1551 erstmals urkundlich erwähnt. Das älteste Kreuz ist nur noch in Resten vorhanden, zwei Kreuze jüngeren Datums wurden daneben aufgestellt. Seit der Gebietsreform von 1972 gehört Johanniskreuz vollständig zu Trippstadt; zuvor lagen einige der Häuser, entsprechend den historischen Grenzen, auf der Gemarkung von Wilgartswiesen (Landkreis Südwestpfalz).

Bei einer Tagung pfälzischer Forstbeamter in Johanniskreuz wurde im August 1843 der Name Pfälzerwald für den pfälzischen Nordausläufer der Vogesen gefunden. Johanniskreuz gilt somit als „Geburtsort“ des Pfälzerwalds, der noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts in den meisten Reisebeschreibungen den Vogesen bzw. dem Wasgenwald zugerechnet wurde.

Das Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz (eine Einrichtung der Landesforsten) widmet sich der Vermittlung von Wissen über unsere heimische Flora und Fauna.

Von Johanniskreuz nach Trippstadt


Das Schloß von Trippstadt - Sitz der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft der Landesfonrsten Rheinland-Pfalz.


Im Karlstal bei Trippstadt


Das Karlstal der Moosalb ist ein Naturschutzgebiet bei Trippstadt im Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz). Das Karlstal liegt etwa zehn Kilometer südlich von Kaiserslautern in der Nähe des Luftkurorts Trippstadt. Die rund drei Kilometer lange Karlstalschlucht kann über einen Wanderweg begangen werden. Die von der Moosalb durchflossene und weitgehend naturbelassene Felsenschlucht gehört wegen der großen Gesteinstrümmer aus dem roten Buntsandstein der Region, der zahlreichen kleinen Wasserfälle sowie des alten Laub- und Nadelbaumbestandes zu denjenigen Zielen im Pfälzerwald, die von den für den Tourismus Verantwortlichen als sehenswert angeboten werden. Wir besuchen auch den Unterhammer, eines der alten Hammerwerke an der Moosalbe, mit seinem Herrenhaus und die Klug'sche Mühle.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen